Ackerbau – Die Region im Blick
Wichtige Informationen des LRA Tübingen vom 04.09.2026
Der langjährig versierte, amtliche, Beraters und Pflanzenschutzexperte A. Lohrer blickt heute in seine Beratungslandkreis Tübingen und gibt kulturspezifische und regional gültige Handlungsempfehlungen.
Mais - Viele Maisflächen wurden schon abgeerntet. Nach der Ernte sollte möglichst zeitnah eine Zerkleinerung der Stoppel mit Mulcher, Messerwalze, etc. erfolgen. So lässt sich der Abbau der Stoppelreste beschleunigen damit im Folgejahr weniger Fusariuminfektionen von der Stoppel ausgehen. Zudem wird den Larven des Maiszünslers das Überwinterungsquartier genommen. Ähnliche Effekte können auch durch eine saubere Pflugfurche auf ca. 25-30 cm Tiefe erzielt werden.
Wintergetreide - Denken Sie rechtzeitig an die Anlage eines falschen Saatbetts vor der Wintergetreideaussaat. Dadurch können Ackerfuchsschwanz und andere Unkräuter zum Keimen angeregt werden und dann mit einem Striegel oder der Saatbettbereitung beseitigt werden. Hierfür sollte das falsche Saatbett spätestens ca. 10 – 14 Tage vor der geplanten Aussaat angelegt werden.
Grünland - Auf vielen Grünlandflächen zeigen sich dieses Jahr sehr früh die Blüten der Herbstzeitlose. Durch die oft spärlichen Aufwüchse sind sie jetzt sehr gut zu sehen. So bietet sich eine gute Gelegenheit die Flächen mit Herbstzeitlosenbesatz für Schröpfschnitte im kommenden Frühjahr zu notieren. Bei geringem Besatz können die Knollen auch jetzt ausgegraben und entsorgt werden.
Drahtwurmschäden - Vereinzelt wird im Land von massiven Schäden in Mais oder Kartoffeln durch Drahtwürmer berichtet. Bitte melden Sie sich bei uns, wenn bei Ihnen starke Schäden aufgetreten sind. Evtl. ist es noch möglich Tiere einzusammeln und zur genauen Artenbestimmung einzuschicken.