Ackerbau – Erste Zikaden in der Main-Tauber-Region …
Wichtige Informationen aus dem Main-Tauber-Kreis vom 08.06.2026
„Ab morgen Dienstag etwas kühler, leicht windig und mit einer kleinen Regenwahrscheinlichkeit,“ so beschreibt der renommierte Pflanzenschutzexperte und versierte Berater T. Bender vom Landwirtschaftsamt Bad Mergentheim, die aktuelle Wettersituation im Taubertal.
Zuckerrüben - Auf unseren Monitoringstandorten nimmt das Zikadenauftreten nun leicht zu. Erste Zikaden sind auf den Klebetafeln festzustellen. Einen Überblick über die Region erhalten Sie dazu in: www.isip.de.
Die erste Behandlung kann nun erfolgen. Beobachten Sie dazu die Wetterlage in den kommenden Tagen. Der Behandlungsstart kann sich auch an der Rübenanbauhäufigkeit bzw. Intensität im Umfeld um die eigenen Flächen orientieren. In rübenstarken Gemarkungen herrscht eine signifikant höheres Schädlingspotential, als in rübenschwachen Regionen. Die Wirkungsdauer der Kombinationen ist auf weniger als 7 bis 10 Tage begrenzt. Es stehen zulassungsbegrenzt insgesamt max. 3 Behandlungen zur Verfügung.
Praxistipps: Kombinationen mit Blattdüngern wie Mangan und Bor können vitalisierend und unterstützend wirken. Allerdings sollten hier alle Mischpartner und deren Verhalten in der Spritzbrühe bekannt und fachlich abgeklärt sein, um die Insektizidwirkung gut zu unterstützen. Mangan und Bor können bei der anhaltenden Trockenheit das Wachstum unterstützen und sollten daher unbedingt in der Anwendung enthalten sein.
Mais - Wurzelunkräuter sind im Mais gut behandelbar. Nachbehandlungen gegen Winden und Disteln sollten bei hohen Temperaturen in separater Überfahrt behandelt werden. Winden: Dicamba (Mai Banvel) bei hohen Temperaturen und wüchsigem Wetter einsetzen. Blattdünger mit Mangan, Zink und Phosphat können den Mais im Wachstum erhalten.