Ackerbau – Keine Stoppelbearbeitung bei hohem Ackerfuchsschwanzbesatz?
Wichtige Informationen aus dem Landkreis Heilbronn vom 22.07.2026
„Mit dem Wegfall von Wirkstoffen rücken auch immer mehr ackerbauliche Maßnahmen bei der Bekämpfung gegen den Ackerfuchsschwanz in den Fokus,“ so das amtliche Beratungsduo im Landkreis Heilbronn um die agilen Pflanzenschutz und Anbaufachleute A. Vetter und M. Gebhard mit einen klaren Statement zu Thema zielführende Ackerfuchsschwanzbekämpfung.
Was kann ich also machen, wenn ich dieses Jahr Flächen mit Ackerfuchsschwanzbesatz hatte und diese jetzt beerntet sind?
Festzuhalten ist, dass nach der Ernte die diesjährigen Samen des Ackerfuchsschwanz auf dem Boden liegen. Ziel ist es, diese Samen unschädlich zu machen. Dazu muss man wissen, dass Ackerfuchsschwanzsamen Lichtkeimer sind. Durch Bodenbearbeitung fällt der Samen mit entsprechender Verschüttung durch Boden und Stroh (liegen im Dunkeln) in eine sog. sekundäre Keimruhe. Hat der Samen dieses Stadium erreicht, kann er so über lange Zeit überdauern. Um dies zu vermeiden, lassen Sie die Stoppel am besten einfach ruhen und machen keine Stoppelbearbeitung.
Praxistipps: Da aufgrund der aktuellen Witterung auf vielen Flächen ohnehin keine wirksame Stoppelbearbeitung möglich ist, könnte es am zielführendsten sein gänzlich darauf zu verzichten. Ohne Bodenbearbeitung bleibt der Samen zumindest in der primären Keimruhe und hätte die Möglichkeit im aktuellen Jahr noch aufzulaufen. Falls keine Niederschläge für das gewünschte Keimen fallen sollten, besteht zudem die Chance auf Vertrocknung der Samen oder, dass Vögel den Samen als Futter aufnehmen.