Ackerbau – Mais und Getreide intensiv
Wichtige Informationen des LRA Tübingen vom 24.04.2026
„Bei aktuell guten Bedingungen ist die Aussaat in vollem Gange,“ so die regionale Kenntnis des langjährig versierten, amtliche, Beraters und Pflanzenschutzexperten A. Lohrer im Landkreis Tübingen der in der Folge wichtige Kulturspezifische Praxistipps weitergibt.
Mais - Durch die vergleichsweise tiefe und gleichmäßige Ablage der Maiskörner und die derzeit trockenen Bedingungen bietet sich Blindstriegeln ab ca. 4 bis 5 Tage nach der Aussaat an um eine erste Auflaufwelle der Unkräuter zu stoppen. Auch mit Vorauflaufherbiziden wie z.B. Successor 600, Iseran, Spectrum, Stomp Aqua/ActivusSC, Adengo können andere Wirkungsgruppen eingesetzt und evtl. vorhandene Resistenzen umgangen werden. Für gute Erfolge benötigen diese Bodenherbizide aber feuchten Boden, wie er evtl. noch kurz nach der Saat vorhanden ist. Bei den eher abgetrockneten Böden sollten je nach Wirkstoff ca. 10 bis 20 Liter Regen zeitnah nach der Behandlung folgen damit eine gute Wirkung erzielt werden kann.
Praxistipps: Auch im Kreis Tübingen kam es in den letzten Jahren vereinzelt zu Fraßschäden durch Krähen. Um die Schäden einheitlich zu erfassen und einen besseren Gesamtüberblick zu erhalten steht ein vom LTZ betreutes Onlineportal zur Verfügung. Unter www.isip.de/baden-wuerttemberg/meldeportal können nach einer Registrierung die Schäden direkt eingegeben werden.
Getreide - Auf unseren Boniturstandorten finden sich derzeit keine behandlungswürdigen Befallssymptome auf den unteren Blättern. Falls Wachstumsreglermaßnahmen notwendig sind kann zum jetzigen Zeitpunkt und nach Überprüfung der eigenen Schläge in der Regel auf eine Beimischung von Fungiziden verzichtet werden.