Ackerbau – Nach der Ernte an die Ackerfuchsschwanzbekämpfung denken

Wichtige Informationen aus dem Rems-Murr-Kreis vom 12.08.2025

 

Die amtliche Pflanzenschutzexpertin und Beraterin A. Bäuerle vom Amt Backnang im Rems-Murr-Kreis informiert heute darüber, dass die Weizenernte weitergeht und ruft dazu auf direkt danach an die Ackerfuchsschwanzbekämpfung denken.

 

Die spätere Aussaat im Herbst inkl. der Herbstbehandlungen hat sich bewährt und gut gewirkt und den Ackerfuchsschwanzbesatz deutlich reduziert. Auf Flächen, auf denen der Ackerfuchsschwanz Probleme machte, sollte darauf geachtet werden, dass die ausgefallenen Samen zum Keimen angeregt werden. Dazu darf der Boden nur minimal bearbeitet werden (max. 1-2 cm), da die vergrabenen bzw. zugeschütteten Samen sonst in eine sekundäre Keimruhe fallen und dann erst Wochen, Monate oder sogar Jahre später unkontrolliert auflaufen. 

 

Durch die warme Witterung im Juni und Anfang Juli ist eine kürzere primäre Keimruhe zu erwarten. Man kann jedoch nicht genau sagen, welchen weiteren Einfluss die kühlere Witterung der letzten Wochen auf die Keimruhe der Ackerfuchsschwanzsamen genommen hat. Wichtig ist es, den oberflächlich liegenden Samen zum Keimen zu bringen. Dazu könnte der Acker auch erst einmal unbearbeitet liegen gelassen werden. Allerdings benötigt der Samen zum Keimen Wasseranschluss, entsprechend gilt es je nach Witterung abzuwägen. Die erste aufgelaufene Ackerfuchsschwanzwelle kann dann mit einer flachen Bearbeitung bekämpft werden.

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