Ackerbau – Notwendige Feldarbeiten

Wichtige Informationen aus dem Rhein-Neckar-Kreis vom 23.04.2026

 

„Wir berichten über Wintergerste, Winterweizen, Sommergetreide und Zuckerrüben,“ so die beiden renommierten und landesweit bekannten amtlichen Pflanzenschutz- und Anbauexperten H. Gawron und G. Münkel aus dem Rhein-Neckar-Kreis mit erweitertem Blick in ihr Beratungsgebiet.

 

Wintergerste - Die Wintergerste schiebt das letzte Blatt bzw. beginnt überwiegend mit dem Grannenspitzen. Die Bestände präsentieren sich nach wie vor gesund. Aus diesem Grund empfehlen wir mit der Abschlussbehandlung noch bis zum Ährenschieben abzuwarten. Der letztmögliche Termin für den Einsatz von Folpan 500 SC ist das Ende des Ährenschiebens. 

Praxistipps: Achten Sie bei der Produktwahl auf eine gute Ramulariawirkung. Mittelbeispiele hierzu finden Sie im Heft Pflanzenproduktion 2026 auf den Seiten 58 und 59 in der Spalte PLS/Ramularia. Wir empfehlen zu den Azolfungiziden den Zusatz von 1,5 Liter/ha Folpan 500 SC. Müssen noch Wachstumsregler eingesetzt werden, kann dies, je nach Zulassung des Produktes, bis zum Grannenspitzen erfolgen. 

Winterweizen - Spätsaaten in den kühleren Gebieten des Dienstbezirkes befinden sich im 1 Knoten Stadium. Frühe Sorten in der Rheinebene haben bereits das 3 Knoten Stadium überschritten. In der Rheinebene wurde der erste Gelbrost gefunden. Kontrollieren Sie Ihre Bestände regelmäßig. Andere Krankheiten sind kaum zu finden. 

Sommergetreide - Die chemische Unkrautregulierung kann jetzt gefahren werden. Krankheiten sind nicht zu beobachten. 

Zuckerrüben - Das Unkrautgeschehen auf den Rübenflächen ist sehr unterschiedlich. Generelle Empfehlungen sind nicht möglich. Bei Bedarf Beratung anfordern. Schädlinge wie Erdflöhe und Blattläuse konnten auf unseren Kontrollflächen noch nicht im bekämpfungswürdigen Umfang beobachtet werden.

Praxistipp: Kontrollieren Sie in engen Abständen Ihre Zuckerrübenflächen.

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