Ackerbau – Ruhiges Erntewetter, keine Gewitterneigung…

Wichtige Informationen aus dem Main-Tauber-Kreis vom 10.07.2026

 

„Die Ernte läuft wohl in „einem Zug“ durch,“ so der renommierte Pflanzenschutzexperte und versierte Berater T. Bender vom Landwirtschaftsamt Bad Mergentheim mit Blick ins Taubertal. Die aktuellen Erntemengen sind meist durch Bodenbonitäten erklärbar. Die Frühjahrssaaten wie Gerste haben am meisten unter den trocknen Bedingungen gelitten. Die Erträge bewegen sich alle im „unteren Mittelfeld“. Aus Sicht des Taubertäler Experten sind Bodenbearbeitungen derzeit nur mit flach arbeitenden Geräten wie Strohstriegel, Scheibeneggen oder gar nicht möglich.

 

Futterknappheit - Auf vielen Wiesen gibt es trockenheitsbedingt keinen Neuaustrieb und der nächste Schnitt bleibt aus. Hier sollte nun überlegt werden, entsprechend auf Ackerflächen eine Aussaat von Futtermischungen anstelle von Zwischenfrüchten durchzuführen. Belangt dies ihre Zwischenfruchtverpflichtung müssen diese Flächen umgemeldet werden. Gerne mit uns abstimmen. Leider wird es keine generelle Freigabe zur Nutzung der ÖR1a Regelung geben. Sie haben aber die Möglichkeit diese Flächen in FIONA auf einen Futternutzcode zu ändern, den Aufwuchs zu nutzen, erhalten aber dann auch nicht die Ausgleichsleistung dafür!

 

Mais - Die Bestände sind voll im Fahnenschieben. Auch der Mais auf guten Standorten „rollt“ nachmittags die Blätter. Fall noch nicht geschehen, kann nun auf guten Standorten eine Spritzung gegen Maiszünsler durchgeführt werden. Coragen mit 125 ml/ha. Durchfahrtsverluste sind bei Selbstfahrspritzen deutlich geringer. Beurteilen Sie dazu ihre Bestände. Wird der Mais wirklich Körnermais, oder wird er gehäckselt? Welche Höhe erreicht er noch? Gab es 2025 viel Mais in der Gegend und damit Potential für Zünslerüberwinterung? 

Praxistipp: Die Schäden durch Zünsler sind in spät geernteten Körnermaisen meist höher als in früherem Silomais. 

 

Zuckerrüben - Die Fangzahlen der Schilfglasflügelzikade sind stark rückläufig. Wir denken, die gesetzten Maßnahmen gut in den Hauptzuflug gesetzt zu haben. Noch haben wir auf unseren Boniturstandorten keine Cercospora-Blattflecken vorgefunden. Es gab nur wenige Zeitpunkte mit entsprechender Blattfeuchte. Wir beobachten weiter. Für eine Behandlung ist es momentan noch zu früh.

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