Getreide – Bewölkt aber meist trocken.

Wichtige Informationen aus dem Main-Tauber-Kreis vom 20.05.2026

Der renommierte Pflanzenschutzexperte und versierte Berater T. Bender am Landwirtschaftsamt Bad Mergentheim blickt heute in die Getreidebestände im Taubertal.

 

Situation in Dinkel und Weizen - Die Bestände haben sich mit den Niederschlägen erholt und sind zwischen dem Spitzen des Fahnenblatt und öffnen Blattscheide. Offensichtliche Infektionen sind nur selten der Fall. Die notwendige Blattfeuchte für Infektionen ist vorhanden, die kühlen Temperaturen entschleunigen dies aber. Bisher haben sich die Rostinfektionen nicht weiter ausgebreitet. Nach wie vor kann bis zum Fahnenblatt abgewartet werden und dann eine frühe Abschlussbehandlung gesetzt werden. Mögliche Varianten in Winterweizen und Dinkel:

Situation 

Empfehlung 

Bemerkung 

Bisher gesunde Bestände

ohne Fusariumrisiko 

0,8 Liter/ha Folicur

+ 150-200 g Prothioconazol

+ 0,6 Liter/ha Azoxystrobin (150 g) 

z.B. für schwächere Dinkel Standorte. Rostdauerwirkung durch Strobilurin 

bessere Standorte

ohne Fusarium-Risiko 

1,2 - 1,5 Liter/ha Ascra Xpro 

1,2 - 1,5 Liter/ha Revytrex 

1,5 Liter/ha Univoq + 0,3 Liter/ha Regoral 

0,8 - 1,0 Liter/ha Elatus Era 

1,5 - 2,0 Liter/ha Vastimo

Leistungsstarke Mischungen mit guter Dauerwirkung 

Bereits mit Prothio-Vorlage behandelt 

Aus Resistenzgründen:

Einsatz eines Produkts mit Mefentrifluconazol (Revytrex) oder Fenpicoxamid (Univoq) 

Fusarium-Risiko z.B. nach Vorfrucht Mais 

Jetzt: Vorlage mit ca. 80% Aufwandmenge.

Später: Blütenspritzung mit Folicur/Prosaro/Navura 

    

 

Wintergerste - Sobald die Witterung es zulässt, stehen die Abschlussbehandlungen an.

 

Sommergerste - Die Sommergerste ist BBCH 32 bis BBCH 37. Über den Einsatz von Wachstumsreglermaßnahmen entscheiden Bestandsdichte, Düngeniveau, Sorte. Schätzen Sie den Bedarf ein, dann gilt als Standard: 0,3 bis 0,4 Liter/ha Moddus o.ä., Prodax. Fungizide sollten in Form einer Einmalbehandlung ab dem Fahnenblatt zum Einsatz kommen.

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