Getreide – Böden sind sehr feinkrümelig

Wichtige Informationen aus dem Hohenlohekreis vom 23.10.2026

 

„Die im Herbst ausgebrachten Bodenherbizide müssten in diesem Jahr optimal zur Wirkung kommen,“ so die Erkenntnis des renommierten Kupferzeller Beratungstrios B. Weiß, M. Wahl und B. Weger vom Landwirtschaftsamt Kupferzell. „Voraussetzung sind ausreichend Niederschlag nach der Applikation und ein feinkrümeliges Saatbett.“ Aufgrund der guten Trockengare sind sogar schwere Standorte in diesem Jahr sehr feinkrümelig.

 

Nutzen Sie die aktuellen optimalen Bedingungen für weitere Behandlungen auch im Winterweizen. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass Frühjahrsbehandlungen zunehmend schlechter wirken und sich Resistenzen weiter ausbreiten. Leider gibt es auch in diesem Jahr wieder Herbizidschäden.

 

Mögliche Ursachen für Herbizidschäden: 

  • Ungleiche und zu flache Saatgutablage. Die Wirkstoffe wurden in den Keimhorizont es Saatguts eingewaschen. 

  • Typische Aufhellungen treten bei der Kombination der Wirkstoffe Diflufenikan und Prosulfocarb im Vorauflauf auf. Auf besonders feinkrümeligen und nicht abgesetzten Böden wurden die Wirkstoffe durch Niederschläge in den Boden eingewaschen. Beim Durchstoßen des Oberbodens wurde Wirkstoff dann aufgenommen. Das Diflufenikan beeinträchtigt die Entwicklung des Chlorophylls. Die Kombination Diflufenikan und Prosulfocarb verstärkt diesen Effekt zusätzlich und führt zu Aufhellungen. In der Regel verwachsen sich die Symptome und die neuen Blätter sind wieder grün. 

 

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