Getreide – Deutliche Unterschiede erkennbar
Wichtige Informationen aus dem Hohenlohekreis vom 05.05.2026
„Auf dem Zentralen Versuchsfeld sind derzeit deutliche Sortenunterschiede zu erkennen,“ so das Kupferzeller Beratungstrio B. Weiß, M. Wahl und B. Weger vom Landwirtschaftsamt mit Blick in ihre Anbauregion.
Gelbrost in Wintertriticale - Die trockene Witterung hat den Gelbrostbefall eingedämmt. Im Versuchsfeld sind die Nester mit Gelbrost – auch unbehandelt - nicht größer geworden. Die Luftfeuchtigkeit war selbst für den Gelbrost zu gering. Bekannt anfällige Sorten sollten weiterhin beobachtet werden.
Winterweizen - Auf dem Zentralen Versuchsfeld sind derzeit deutliche Sortenunterschiede zu erkennen. Dabei handelt es sich aber nicht um Krankheiten, sondern um Stresssymptome, vor allem an den obersten Blättern. Ein Unterscheidungsmerkmal zu Krankheiten ist der fehlende gelbe Rand zum gesunden Gewebe. Ein gelber Rand würde auf eine Pilzkrankheit wie Septoria hindeuten, für die es derzeit aber deutlich zu trocken ist. Besonders auffällig für Stresssymptome sind die Sorten Kumpel, Chevignon und Absolut. Sorten mit wenig Symptome sind LG Optimist, Polarkap, KWS Keitum, RGT Kreuzer und Moschus. Nahezu keine Symptome zeigen die Sorten SU Jonte, Exsal und RGT Kreation
Wintergerste - Auf noch unbehandelten Schlägen steht nun die Abschlussbehandlung gegen Ramularia an. Aufgrund des geringen Ausgangsbefalls mit Pilzinfektionen reicht eine 80 %-ige Aufwandmenge der Azol-Carboxamid Fungizide aus. Rynchosporien- und Netzfleckeninfektionen werden in diesem Jahr keine Rolle mehr spielen.
Praxistipp: Gegen Ramularia sind 1,5 l/ha Folpan SC oder Amistar Max gesetzt und sollten in der Aufwandmenge nicht reduziert werden.