Getreide - Krankheitsdruck bisher sehr gering
Wichtige Informationen aus dem Hohenlohekreis vom 15.04.2026
Das Kupferzeller Beratungstrio B. Weiß, M. Wahl und B. Weger vom Landwirtschaftsamt berichtet: „Der Feldaufgang bei den früh gesäten Zuckerrüben im Zeitraum 20.-24.3. ist trotz der Frostnächte und der überwiegend kalten Witterung größtenteils sehr gut.“ Im Hohenlohekreis laufen jetzt mit den Zuckerrüben in der Regel auch die ersten Unkräuter auf.
Winterweizen - Der Krankheitsdruck im Winterweizen ist bisher sehr gering. Auf den älteren Blättern, die nicht ertragsbildend sind und von den Pflanzen wieder zugunsten der neuen Blätter reduziert werden, ist in gerin-gem Maße Septoria zu finden.
Die Wirkstoffe haben nur eine geringe Dauerwirkung, jeder Einsatz desselben Wirkstoffs fördert die Resistenz und bei einer Reduktion der Aufwandmenge wird diese noch potenziert. Bisher ist der Einsatz eines Fungizides nicht notwendig und sollte auch aus Resistenzgründen unterlassen werden.
Früh gesäter Weizen hat das Stadium BBCH 31 und somit den optimalen Einsatztermin von Wachstums-reglern erreicht. In den nächsten Tagen steigen die Temperaturen wieder deutlich an und überschreiten die 15 Grad Marke, womit auch optimale Wirkungsvoraussetzungen gegeben sind. In dichten Beständen und nicht standfesten Sorten sind die Mittel aus der Wirkstoffgruppe der Trinexapac wie z.B. Moddus sinnvoll.
Mögliche Lösungen wären:
In BBCH 31 0,4 Liter/ha Moddus + 0,5 Liter/ha CCC sehr dichte Bestände der Sorten Absolut, LG Charakter, Chevignon, Exal, KWSKeitum, Knut, Patras, Polarkap CCC Zusatz nur, wenn keine Vorlage mit CCC appliziert wurde
Ab BBCH 31 0,3-0,4 Liter/ha Moddus bei weniger lageranfälligen Sorten wie Absolut, SU Jonte, Moschus, Pep
Wintergerste - Die Gerste ist ebenfalls kerngesund. Auf den älteren Blättern ist in geringem Maße Netzfleckenbefall zu finden, der aber tolerierbar ist. In den meisten Fällen hat die Wintergerste nun BBCH 31-32 erreicht und sollte, sofern Bedarf besteht, in den nächsten zwei Tagen eingekürzt werden. Vor allem bei den lageranfälligen Mehrzeilern und organischer Düngung sollte auf Ertragsstandorten eine Einkürzung mit 0,6 Liter/ha Moddus erfolgen. In gestresster Gerste oder Spätsaaten ist die Entwicklung noch zurück und die Gerste noch nicht in BBCH 32. Vor allem bei gestressten Beständen ist die Notwendigkeit einer Behandlung genau abzuwägen.
Wintertriticale - In Triticale findet man häufig Rynchosporien. Falls eine Einkürzung erforderlich ist, kann ein Fungizid mit Azolwirkstoff durchaus Sinn machen. Kontrollieren Sie Ihre Bestände vorher nochmals auf Befall.
Mögliche Standardlösungen wären:
1,2 Liter/ha CCC + 0,8 Liter/ha Tokyo in EC 31
0,3 Liter/ha Moddus + 0,6 Liter/ha CCC + 0,8 Liter/ha Tokyo in EC 31