Getreide – Welche Maßnahmen sind sinnvoll?
Wichtige Informationen aus dem Main-Tauber-Kreis vom 24.04.2026
„Weiter gleichbleibendes ruhiges Frühjahrswetter ohne Regen im Wetterbericht. In den Nächten nicht mehr ganz so kalt und ohne Frostgefahr,“ so das Resümee des renommierten Pflanzenschutzexperte und versierte Berater T. Bender am Landwirtschaftsamt Bad Mergentheim. In der Folge nun die regional gültigen, kulturspezifischen Empfehlungen des Taubertäler Experten.
Wintergerste - Die Wintergerste steht im bzw. standortspezifisch auch erst vor dem spitzen des Fahnenblatt. Nun kann abgewartet werden und die Abschlussbehandlung ab Grannenspitzen BBCH 49 erfolgen.
Dinkel und Weizen - Die Bestände sind meist in BBCH 31. Das passende BBCH-Stadium zum Wachstumsreglereinsatz. Folgende Punkte sollten bedacht werden:
Standfestigkeit der Sorte
Düngeniveau
langjährige org. Versorgung der Böden
Wasser- Versorgung des Standort
Praxistipps: Dahingehend empfehlen wir einen moderaten Einsatz von Moddus oder Prodax von ca. 0,3-0,4 Liter/ha nur auf guten Standorten. Auf schwachen Standorten raten wir aufgrund der trockenen Wetterlage von einem Einsatz ab.
Die Zugaben eines Fungizids ist nicht notwendig. Septoria-Infektionen findet man nur auf den alten Blättern mancher Sorten. Septoria würde 36 Std. Blattnässe zur Neuinfektion benötigen. Gelbrost konnten wir im Landkreis noch nicht feststellen.
Gezielte Nachbehandlungen gegen Distel oder Kerbel oder/und Wilde Möhre können nun erfolgen. Hier können Pointer SX, MCPA, Omnera LQM, Ariane C auf den meist bekannten Teilflächen eingesetzt werden.