Getreide – Winterweizen gegen Fusarien behandeln – Teil 2

Wichtige Informationen aus dem Hohenlohekreis vom 03.06.2026

 

„Die Situation 2026 ist entspannt,“ so das Kupferzeller Beratungstrio B. Weiß, M. Wahl und B. Weger vom Landwirtschaftsamt in ihrem heutigen Hinweis für ihr Beratungsgebiet. Im Beratungsgebiet Hohenlohe sind in den meisten Regionen am Wochenende nur geringe Niederschlagsmengen gefallen, welche die Situation zusätzlich entspannen.

 

Die Sporenfalle in Lampoldshausen bestätigt die bisherige Vermutung, dass die kühle und trockene Witterung und die gesunden Bestände dem Schwächeparasit keine Entwicklungsmöglichkeit gegeben haben. Entsprechend sind nur wenige aktive Fusariensporen in den Fallen zu finden. 

In diesem Jahr blüht der Weizen schon im Ährenschieben und viele Bestände sind sogar schon abgeblüht. Bei Körnermaisweizen mit Ernterückständen an der Oberfläche ist die Gefahr für Infektionen am größten. Sofern hier noch nicht appliziert wurde und der Weizen diese Woche blüht, wäre, vorausgesetzt die Windverhältnisse und die Befahrbarkeit lassen es zu, jetzt ein günstiger Termin für eine Behandlung. Mit dieser Maßnahme wäre der Zeitraum vom ersten Regenereignis am vergangenen Sonntag bis kommenden Freitag abgedeckt.

 

Für die gezielte Fusarium-Maßnahme bietet sich folgende Möglichkeiten an:

  • Prosaro 1,0 Liter/ha oder alternativ: Folicur 1,0 Liter/ha 

Praxistipp: In allen anderen Fällen ist in diesem Jahr aus den oben beschriebenen Gründen von keiner nennenswerten Gefahr auszugehen und eine spezifische „Fusarium“-Behandlung ist nicht notwendig.

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