Getreide – Zögerliches Wachstum
Wichtige Informationen aus dem Main-Tauber-Kreis vom 24.03.2026
„Die Bestände wachsen aufgrund der Temperaturschwankungen und ausbleibender Düngerwirkung nur zögerlich,“ so der renommierte Pflanzenschutzexperte und versierte Berater T. Bender am Landwirtschaftsamt Bad Mergentheim im Vorfeld seiner kulturspezifischen Kurzmeldung aus seinem Beratungsgebiet. „Auch werden Nährstoffe in der Pflanze umgelagert, weshalb in Dinkel und Wintergerste die alten Blätter inzwischen ungewohnte Blattfarben zeigen.“
Bei einem Wetterumschwung oder Niederschlägen kommt der Nährstofftransport wieder in Gange was die Bestände wieder erholen lässt. Unterstützend kann auf lockeren Böden in Weizen noch gewalzt werden, was auch die Manganaufnahme verbessern kann. In dicht lagernde Böden kann aber auch ein Striegeleinsatz sinnvoll werden.
In lockeren Beständen wird über die mechanischen Reize eine Bestockungswirkung unterstützt. Auch eine Manganversorgung über Blattdünger kann über die Mangelaufnahmestörung hinweghelfen. Aufgrund der oberflächlich abgetrockneten Böden hat noch nicht die volle Düngerwirkung eingesetzt. Auf schwächer entwickelten Beständen kann zum Ende der Schönwetterphase die Anschlussdüngung erfolgen. Die Ausbringbedingungen für die Gülledüngung ist optimal, die damit ausgebrachten Nährstoffmengen sollten berücksichtigt werden.
Sommergetreide - Die ersten Bestände schimmern leicht und die Gerste keimt, der Großteil braucht noch etwas bis zum Feldaufgang. Die Bedingungen sind optimal für den Einsatz eines Striegel. Entweder „blindstriegeln“ oder nach dem Feldaufgang, nicht in den Feldaufgang hinein. Sommergerste toleriert einige Unkäuter und überwächst diese bei zügigem Bestandesschluss. Korrekturen mit Herbiziden sind lange möglich. Sommergerste ist die Kultur in der sich reduzierte Pflanzenschutzmaßnahmen am Einfachsten umsetzen lassen.
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