Kartoffeln – Infektionsrisiko bei Alternaria steigt weiter
Wichtige Informationen des LTZ Augustenberg vom 28.07.2026
Hochsommerliche Temperaturen halten den Krautfäuledruck weiter auf sehr geringem Niveau. Entsprechende Wetterprognosen sorgen weiter für Entspannung. Denn die zur Wochenmitte vorhergesagte Hitzewelle mit Temperaturen um die 40°C wird das Phytophthora-Infektionsgeschehen mit Sicherheit weiter verlangsamen.
Hand in Hand mit dieser Prognose steigt dagegen das Infektionsrisiko bei Alternaria weiter. In vielen Flächen hat der visuell sichtbare Befall deutlich zugenommen. In den nächsten Tagen wird es für Alternaria wieder viele Infektionsgünstige Stunden geben. Jetzt gilt es also die späten Reifegruppen so zu schützen, dass die grüne Blattfläche der mittleren und oberen Blattetagen in spätreifenden Beständen noch möglichst lange erhalten bleibt. Nur dann ist ein hoher Knollen- und Stärkeertrage tatsächlich noch möglich.
Praxistipps: Wir müssen unbedingt versuchen, Neuinfektionen und damit eine weitere Ausbreitung der Dürrfleckenkrankheit entschieden entgegen zu treten. Pflanzenschutzmitteltechnische Lösungen stehen zur Verfügung. Die optimale Mittelwahl umfasst, dass die sogenannten „CAA-Wirkstoffe“ ausschließlich abwechselnd eingesetzt werden. Im Vordergrund steht es auch den entsprechenden Spritzabstand an der Mittelspezifischen Wirkungsdauer wie an den prognostischen Infektionswahrscheinlichkeiten der Alternaria auszurichten.
Gängige Wirkstoffe, Mittel bzw. Mittelkombinationen der Wahl bei der Bekämpfung der Alternaria sind
Revus Top + Ortiva (Wirkstoff: Mandipropamid+Difenoconazol) (Aufwand: 0,6 Liter/ha + 0,5 Liter/ha)
Belanty (Mefentrifluconazol) (1,25 Liter/ha)
Propulse (Flupyram+Prothioconazol) (0,5 Liter/ha)
Signum (Boscalid + Pyraclostrobin) (0,25 kg/ha)
Dagonis (Difenoconazol + Fluxapyroxad) (0,75 Liter/ha)
Hinweis: Für den Einsatz der genannten Präparate gilt, dass gemäß §29 Abs. 1 Satz 2 PflSchG sämtliche weiteren Auflagen bei der Anwendung ebenso zu beachten sind wie die Angaben zur Einstufung und Kennzeichnung gemäß Verordnung, die Sicherheitshinweise und die sonstigen Hinweise.