Kartoffeln – Sehr günstige Infektionsbedingungen für Alternaria – dage-gen spielt Krautfäule weiter keine Rolle
Wichtige Informationen des LTZ Augustenberg vom 20.07.2026
Die verschiedenen Entscheidungshilfen zeigen: Der Krautfäuledruck bleibt gering bis sehr gering. Eine Steigerung des Infektionsrisikos ist nach aktuellen Wetterprognosen in den kommenden Tagen auchnicht zu erwarten.
Dagegen hat der Alternaria-Befall in den zurückliegenden Tagen weiter zugenommen. Mittlerweile verlagern sich die anfänglichen Symptome der unteren auf die mittleren und oberen Blattetagen. Dort sind jetzt die typischen Symptome in Form der allseits bekannten konzentrischen Ringe deutlich erkennbar. Die Krankheit breitet sich mithilfe der Taunässe und/oder der Niederschläge in den Beständen mittlerweile sogar deutlich sichtbar aus. Die weitere Entwicklung der Alternaria wird durch die aktuellen Witterungsbedingungen begünstigt. Sie wird nämlich vom Wechsel hohe Temperaturen und längere Blattnässeperioden getragen. Momentan herrschen also optimale Voraussetzungen für Neuinfektionen.
Praxistipps: Auf den Einsatz spezifischer „Krautfäulemittel“ kann in der aktuellen Situation verzichtet werden. Sie werden hier nicht gebraucht. Aufgrund der sehr günstigen Infektionsbedingungen ist sogar eine konsequente Anpassung der Spritzfolge an das Erregerspezifische Befallsgeschehen unbedingt notwendig. Für eine erfolgreiche und nachhaltige Bekämpfung der Alternaria sollten die Behandlungsintervalle derzeit auf gar keinen Fall verlängert werden. Aus unserer Sicht sollte der Behandlungsabstand je nach unmittelbar vorangegangen, eingesetztem Mittel, je nach Lage und aktuellem Zustand der Fläche 10 bis 12 Tage nicht überschreiten. Elementar wichtig dabei ist: Keine Spielchen mit der Reduzierung der Aufwandmengen! Die entsprechenden Mittel erreichen ihr Wirkungsoptimum nur bei voller Aufwandmenge. Zudem schützen wir so die Mittelwirkung und beugen so einer „hausgemachten“ Bildung von Resistenzen vor.