Mais - Das Thema Maiszünsler endet nicht mit der Ernte!
Wichtige Informationen des LTZ Augustenberg vom 08.10.2026
Das renommierte, deutschlandweit wie grenzüberschreitend aktive Team der Firma Biocare weiß, dass in vielen Maisanbauregionen Deutschlands die Maisernte 2026 bereits abgeschlossen ist und, dass andernorts noch Körnermaisbestände auf dem Feld stehen.
Aus Sicht des Trichogrammaproduzenten ist jetzt ein guter Zeitpunkt, die Bestände und insbesondere auf die Maisstoppeln einmal genauer anzuschauen. Denn nach der Ernte ist vor der nächsten Saison. Warum das so ist fasst die Firma Biocare in ihrem aktuellen Newsletter für Maisanbauer wie für Beratung wie folgt zusammen.
Maiszünslerdruck - Den eigenen Schlag im Blick behalten Der Maiszünsler tritt inzwischen in vielen Maisanbauregionen auf. Wie stark der Befall ausfällt, unterscheidet sich jedoch von Region zu Region und von Schlag zu Schlag. Gerade deshalb lohnt sich ein Blick auf die Bestände und nach der Ernte auf die Stoppeln:
Sind Bohrlöcher oder Bohrmehl erkennbar?
Finden sich Larven in den unteren Stängelabschnitten?
Wie viele Pflanzen zeigen Fraß- oder Bruchschäden?
Gibt es Unterschiede zwischen einzelnen Schlägen?
Diese Beobachtungen liefern wertvolle Hinweise für die Anbauplanung und den Pflanzenschutz im kommenden Jahr.
Überwinterungsräume für die Larven jetzt nachhaltig reduzieren - Die Maiszünslerlarve überwintert überwiegend in Maisstoppeln und Stängelresten. Eine konsequente Stoppelbearbeitung setzt deshalb bereits im Herbst an einem entscheidenden Punkt im Entwicklungszyklus des Schädlings an. Ziel ist es, die Stängel möglichst vollständig aufzubrechen, zu quetschen oder zu zerkleinern.
Dafür stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung:
Schlegelmulcher - Intensive Zerkleinerung von Stoppeln und Ernteresten – besonders bei hohen Restmengen.
Messerwalze - Schneidet, quetscht und spleißt Maisstängel bei hoher Flächenleistung.
Prismenwalze - Knickt und quetscht Stoppeln und reduziert damit mögliche Überwinterungsräume.
Scheibenegge - Zerkleinert Erntereste und mischt sie teilweise in den Boden ein.
Diese Beobachtungen liefern wertvolle Hinweise für die Anbauplanung und den Pflanzenschutz im kommenden Jahr.
Wichtig bleibt das gemeinsame Ziel – „Je weniger intakte Maisstoppeln über den Winter im Feld stehen bleiben, desto weniger geeignete Überwinterungsräume stehen dem Maiszünsler zur Verfügung,“ so Dr. E. Beitzen-Heineke und ihr vorausschauend agiles Team von der Firma Biocare.
Feldhygiene wirkt über den eigenen Schlag hinaus - Maiszünsler kennen keine Schlaggrenzen. Je konsequenter Maisstoppeln regional bearbeitet werden, desto wirksamer lässt sich das Überwinterungspotenzial reduzieren. Gleichzeitig fördert die Zerkleinerung die Rotte und kann phytosanitäre Risiken durch Fusarium mindern.
Jetzt schon vorausdenken - Die Erfahrungen aus 2026 liefern wichtige Hinweise für die kommende Saison in 2027. Bei erhöhtem Befall sollte die Bekämpfungsstrategie frühzeitig geplant werden. In diesem Zusammenhang lauten die heutigen Praxistipps der Firma Biocare:
Befall bewerten
Stoppeln konsequent bearbeiten
den Trichogramma-Einsatz für 2027 schon jetzt planen
Für den Trichogramma-Einsatz gilt: Die Nützlinge müssen im Bestand sein, wenn die Eiablage beginnt. Der optimale Termin richtet sich nach Falterflug, Witterung und Monitoring. Prüfen Sie außerdem rechtzeitig die Fördermöglichkeiten und Anforderungen.