Winterraps – Auf das passende Wetter warten!
Wichtige Informationen aus dem Main-Tauber-Kreis vom 23.02.2026
„In der laufenden Woche erwarten wir frühlingshafte Temperaturen, keine Nachtfröste und feuchte Böden lassen Düngemaßnahmen noch auf das passende Wetter warten,“ so der renommierte Pflanzenschutzexperte und versierte Berater T. Bender am Landwirtschaftsamt Bad Mergentheim in einer Kurzmeldung aus seinem Beratungsgebiet. In einigen, meist tonigen, schweren Standorten zeigen sich Auswinterungsschäden. Betroffen sind meist die Vorgewende, verdichtete Stellen oder Waldränder. Spätsaaten sind teilweise auch betroffen, hier sollte aber beurteilt werden ob die Pflanzen vorhanden sind und ihre Entwicklung noch möglich ist.
Zum Vegetationsstart kann bei genügend abgetrocknetem Boden entschieden werden ob eine teilweise Nachsaat notwendig wird. Ursächlich dürfe hier der Standort selbst, der Tongehalt, Sauerstoffmangel durch Verdichtungen und Staunässe sein. Ob, und wie weit hier die Herbstanwendungen von Pflanzenschutzmitteln beigetragen hat, ist in jeder Situation individuell zu beurteilen. Auffällig ist, dass uns diese Schäden, meist nur in den oben beschriebenen Standorten auffallen. Auf durchlässigen Böden sind bisher keine Ausfälle sichtbar.
Im Raps können mit der nächsten Schönwetterphase und Erwärmung die ersten Gelbschalen aufgestellt und kontrolliert werden. Nutzen Sie die eigenen Gelbschalen für eine sachgerechte Beurteilung der Befall Situation mit den Frühjahrsschädlingen Großer Raps-Stängelrüssler und geflecktem Kohltriebrüssler auf ihren Flächen. In den IPS-Gebieten (wie Landschaftsschutzgebiete, Vogelschutzgebiete) ist eine Dokumentation der Gelbschalenfänge notwendig. Weitere Informationen: https://ltz.landwirtschaft-bw.de/,Len/Arbeitsfelder/Integrierter+Pflanzenschutz