Winterraps – Augen auf
Wichtige Informationen aus dem Hohenlohekreis vom 17.09.2026
Das Kupferzeller renommierte Beratungstrio B. Weiß, M. Wahl und B. Weger vom Landwirtschaftsamt Kupferzell richtet seinen Blick heute auf die regionalen Winterrapsbestände und weist darauf hin, dass das beizen des Saatguts mit Lumiposa Beize einen Schutz der Kultur bis zum 1. Laubblattpaar bietet.
Bei Spätsaaten auf Erdfloh Befall achten - Der früh gesäte Winterraps ist dem Erdfloh in der Regel davon gewachsen. Problematisch sind später gesäte Flächen, auf denen der Winterraps zögerlich aufläuft, noch im Keimblattstadium ist und schon unter der Trockenheit leidet. Oftmals sind es dieselben Stellen im Feld, die der Erdfloh ebenfalls bevorzugt. Vor allem warme Südhänge mit oftmals tonigeren Böden bieten ideale Lebensbedingungen für den Schädling.
Praxistipps: Sollte der Bekämpfungsrichtwert von 10% zerstörter Blattfläche überschritten sein, bieten die Pyrethroide eine gute Bekämpfungsmöglichkeit. Diese wirken übers Blatt. Deshalb die Wassermenge reduzieren und trotzdem eine optimale Benetzung gewährleisten. Bei warmen Temperaturen sind die Erdflöhe vor allem in den Abend- und Morgenstunden aktiv. Saatgut mit Lumiposa Beize bietet einen Schutz bis zum ersten Laubblattpaar.
Ackerfuchsschwanzbekämpfung - Bei moderatem Druck mit Ackerfuchsschwanz können die im Spätherbst einzusetzenden Mittel Kerb Flo oder Milestone in der Wirkung ausreichend sein. Auf Problemstandorten, mit erheblichem Druck und resistentem Fuchsschwanz, ist eine frühe und gezielte Maßnahme mit Select 240 EC oder Focus Ultra unbedingt erforderlich.
Praxistipps: Auf diesen Standorten eine gute Aufwandmenge wählen und solo ohne weitere Herbizide applizieren. Das Mittel La Diva ist zwar mit Graminiziden mischbar, aus Verträglichkeits- und Wirkungsgründen ist eine Soloapplikation der Gräsermittel ratsam.