Winterraps – Bekämpfung nur bei hoher persönlicher Ertragserwartung
Wichtige Informationen aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis vom 24.04.2026
„Der Raps im Schwarzwald-Baar-Kreis beginnt mit der Blüte (BBCH 60-61),“ so die agile Pflanzenschutzberaterin K. Simon aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis berichtet heute über die Tour in die regionalen Rapsflächen und stellt dabei fest: „Der Rapsglanzkäfer richtet nach der Blüte keine nennenswerten Schäden mehr an.
Die Pilz-Krankheit Weißstängeligkeit (Sklerotinia) ist stark von feuchten Bedingungen zur Vollblüte abhängig. Gute Infektionsbedingungen sind: Bodenfeuchte und Temperaturen um 20°C. Optimaler Behandlungstermin: 50 – 60 geöffnete Blüten (BBCH 63 – 65). Eine Bekämpfung sollte nur bei hoher Ertragserwartung, enger Rapsfruchtfolge oder in gefährdeten Lagen (mehrere Stunden Tau) durchgeführt werden. Eine gute Entscheidungshilfe bietet die „Sklerotinia Prognose“ unter:
https://www.isip.de/isip/servlet/isip-de/entscheidungshilfen/raps/sklerotinia
Raps wird stark von Bienen und anderen Insekten beflogen. Um eine Kontaminierung zu vermeiden sollten auch bienenungefährliche Mittel erst in den Abendstunden appliziert werden, da die Insekten dann deutlich weniger aktiv sind. Die Mittel und Aufwandmengen finden Sie im Heft „Integrierter Pflanzenschutz 2026“ auf S. 88 - 89.