Winterraps – Bekämpfungsrichtwert regional leicht überschritten

Wichtige Informationen aus dem Landkreis Karlsruhe vom 20.10.2026

 

Der Bekämpfungsrichtwert für den schwarzen Kohltriebrüssler von 10 Käfern in der Gelbschale wurde regional leicht überschritten. Demzufolge raten die versierten amtlichen Pflanzenschutzberater C. Erbe, B. Trautmann-Lutsch und A. Kästel vom Amt Bruchsal: „Es gilt also weiterhin die eigenen Gelbschalen mit Blick auf den Zuflug des schwarzen Kohltriebrüsslers zu kontrollieren.“ 

Der Reifungsfraß des schwarzen Kohltriebrüsslers dauert wenige Tage, bis die Eiablage beginnt. Dort, wo die Schadensschwelle erreicht wurde, sollte eine Behandlung erfolgen. Ideal wäre eine Behandlung bei wüchsigem Wetter auf trockene Bestände. Die Rüssler lassen sich noch gut und kostengünstig mit Pyrethroiden (z.B. Karate Zeon) bekämpfen. Sollte der Bor-Bedarf des Raps im Herbst noch nicht vollständig gedeckt sein, wäre Bor-Säure empfehlenswert, um zusätzlich die Leistung des Pyrethroids zu verbessern. Im Gegensatz zum Rapserdfloh ist die Fraßtätigkeit des Rüsslers von untergeordneter Bedeutung und führt nicht zur Schädigung der Rapspflanze. Der eigentliche Schaden des Rüsslers entsteht durch die Fraßtätigkeit der Larven innerhalb der Rapspflanze, sobald diese aus den Eiern geschlüpft sind. Typisch für den Käfer sind die rot-braunen Fußenden. Es gibt auch Exemplare, die komplett schwarz auf der Rückenseite sind.

Der Rapserdfloh bleibt derzeit aktiv in den Flächen. Der Fraßschaden muss weiterhin bei den schwachen Rapsbeständen beobachtet werden. Von einer Behandlung adulter Rapserdflöhe auf wüchsigen Beständen ist abzuraten. Vereinzelt wird schon von ersten Larven in den Blattstielen berichtet, die aber aktuell noch nicht mit Exirel/Minecto behandelt werden sollten. Der große Teil der Erdflohlarven ist noch nicht geschlüpft. Es gilt den Befallshöhepunkt abzuwarten. 

Praxistipp: Zum optimalen Behandlungszeitpunkt der Rapserdflohlarven berichten wir in den nächsten Tagen in der „Rapserdfloh-Spezial“ Serie. Sollten Sie bis dahin Fragen haben, können Sie sich gerne an uns wenden.

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