Winterraps – Empfehlungen für‘s Taubertal

Wichtige Informationen aus dem Main-Tauber-Kreis vom 18.09.2026

 

Der amtliche Berater und versierte Pflanzenbauexperte T. Bender im Main-Tauber-Kreis zeigt sich im Vorfeld seiner regional gültigen Empfehlungen heute skeptisch: „Langsam wird’s zwar herbstlicher, es sind aber weiter keine Niederschläge in ausreichendem Maß in Sichtweite.“

 

Erdflohbekämpfung - Schäden sind bisher in Gemarkungen mit hohem Rapsanteil in der Fruchtfolge nun verstärkter sichtbar. Dagegen ist die Situation in kühleren Gemarkungen oder in Regionen mit wenig Raps noch entspannter. Früh gesäter Raps ist über das kritische Stadium bereits „hinausgewachsen“. Bestände mit wenig Keimwasser, oder später gesät entwickeln sich trockenheitsbedingt nur zögerlich weiter. Auf solchen Flächen macht der Erdfloh die größeren Schäden.

Praxistipps: Ungünstige Wetterbedingungen bei der Anwendung (windig, nachmittags, nachts unter 10°C, trocken) bringen nicht die erwartete Schädlingsreduktion, verstärken aber die Selektion auf resistente Populationen. Bei den derzeitigen Wetterbedingungen ist nur von ca. 3 bis 5 Tagen Wirkungsdauer auszugehen. Wir empfehlen die Wassermenge entsprechend zu reduzieren (höhere Konzentration in der Spritzbrühe) und gute Anwendungsbedingungen abzupassen. Gegen Abend, wenn sich der Wind sich legt könnten gute Bedingungen herrschen. 

 

Herbizideinsatz - Blattaktive Herbizide wie LaDiva dürfen erst frühestens ab dem ersten voll entwickelten Laubblattpaar BBCH 12 bis BBCH 14 eingesetzt werden. Wüchsige Bedingungen sind vorteilhaft. Bitte nur freigegebene Mischungspartner oder Folgeprodukte einsetzen. Beispielsweise hat Carax keine Freigabe bei Mischung oder Folge von LaDiva. Eine Anwendung von Select (Clethodim) muss zu wüchsigen Temperaturen und noch ausreichend Sonnenscheindauer erfolgen. 

Praxistipp: Anwendungen von Runway gegen Distel sollen dann erfolgen, wenn die Distel wieder nachgeschoben hat und noch ausreichend Vegetationszeit abzusehen ist.

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