Winterraps – Erdflohbekämpfung

Wichtige Informationen aus dem Neckar-Odenwald-Kreis vom 25.08.2026

 

„Derzeit stellt sich die Frage nach dem richtigen Timing,“ so die versierte Pflanzenbauexpertin N. Waldorf von der amtlichen Beratung im Neckar-Odenwald-Kreis.

 

Hintergrund ist die bei uns zunehmende Resistenzentwicklung beim Rapserdfloh, d.h. dass die Pyrethroide wie z.B. Karate o.ä. kein Wirkung mehr haben. Zwar sind die von uns eingesendeten Proben noch auf einem geringen-mittleren Resistenzniveau, aber leider ist zu erwarten, daß die Resistenz sich schnell ausbreiten wird. Wir sollten daher den Raps „befähigen“ dem frühen Erdflohbefall und dem verursachten Lochfraß davon zu wachsen. Ein feinkrümeliges, gut abgesetztes Saatbett verhindert zudem das die Erdflöhe Rückzugsquartiere unter den Kluten finden. Zudem müssen ausreichend Nährstoffe, insbesondere Stickstoff zur Verfügung stehen. Dabei ist zu überlegen, ob es nicht zielführender ist, die N-Menge im Herbst aufzuteilen und nicht alles zur Saat zu düngen. N-Gaben sind bis Ende September möglich.

 

Praxistipps: Kontrollieren Sie die Befallssituation intensiv. Bei starkem Befallsdruck ist dies für die Terminierung einer möglichen Bekämpfung der Larven im Spätherbst wichtig. Beachten Sie, dass hierzu die Gelbschalen möglichst in der Nähe von Hecken/Waldrändern positioniert werden sollten und in den Boden eingegraben (ca.1/3) werden müssen. Rapserdflöhe reagieren nämlich nicht auf Gelb und würden sonst nur zufällig in den Gelbschale springen. Gerne schicken wir auch dieses Jahr wieder Erdflöhe zu Resistenzuntersuchung ein. Bitte melden Sie sich bei auftretenden Problemen! 

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