Winterraps – Gefahr sinkt

Wichtige Informationen des LRA Tübingen vom 17.04.2026

 

„Mit zunehmender Blüte sinkt die Gefahr durch Rapsglanzkäfer,“ so die Kenntnis des langjährig versierten, amtlichen Beraters und Pflanzenschutzexperten A. Lohrer im Landkreis Tübingen mit der Ergänzung: „Ab ca. 10 Prozent geöffneter Blüten machen die Käfer keine Schäden mehr und unterstützen sogar bei der Bestäubung.“ 

 

Jetzt stellt sich die Frage ob eine Blütenbehandlung gegen Sklerotinia notwendig wird. Wir haben bei ISIP für verschiedene Standorte im Kreis Prognosen mit 4jähriger Fruchtfolge angelegt und bisher noch keine Behandlungsempfehlung erhalten. Abhängig von der weiteren Witterung können aber noch Infektionsbedingungen entstehen. Wenn Sie auf Ihren Schlägen engere Fruchtfolgeabstände von Raps oder einer anderen Sklerotiniaanfälligen Kultur (Kartoffeln, Sonnenblumen, Leguminosen wie Erbsen, Ackerbohnen, Soja) haben empfehlen wir eine eigene Prognose unter www.isip.de anzulegen. Auch dieses Jahr ist eher von einer langen Blühphase auszugehen, deshalb sollten die Behandlungen ab ca. 30% geöffneter Blüten (BBCH 63) bis Vollblüte (BBCH 65, 50% geöffneter Blüten) durchgeführt werden.

 

Praxistipps: Wenn notwendig sollten die Behandlungen erst abends durchgeführt werden, da dann der Raps biegsamer ist und weniger unter Schlepper und Spritze abbricht oder beschädigt wird. Zudem können die Wirkstoffe über Nacht antrocknen und werden von den Bienen nicht direkt in den Stock getragen wo es dann zu Rückständen im Honig führen kann. Fahren Sie mit niedrigen Geschwindigkeiten (bis ca. 5km/h) durch den Bestand und verwenden Sie eher höhere Wassermengen (300 Liter/ha) für eine gute Benetzung. Empfehlenswert sind Mittel wie z.B. Cantus Ultra, Belspirium Gold Pack, Propulse, Treso, Zenby flex Pack,…

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