Winterraps – Größte Herausforderung seit Jahren.

Wichtige Informationen aus dem Main-Tauber-Kreis vom 03.08.2026

 

Die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist weiter gering. Die Temperaturen bleiben weiter hoch. „Jegliche Tätigkeiten auf dem Feld führen zu enormer Staubentwicklung,“ so der renommierte Pflanzenschutzexperte und versierte Berater T. Bender vom Landwirtschaftsamt Bad Mergentheim mit Blick ins Taubertal un der Ergänzung: „Der erste Mais ist bereits siliert was pflanzenbaulich und mental eine zunehmend trostlose Situation ist.“

 

Der Rapserdflohbefall oder sein Zuflug wird wohl neben dem Feldaufgang zur größten Herausforderung im frühen Zeitpunkt der Rapsetablierung auf dem Feld. Die Anbaustrategie gewinnt zunehmend an Bedeutung. Neben Feldhygiene und Rapsanbaudichte der Region und Rapshäufigkeit auf dem Feld ist der passende Saatzeitpunkt wichtig. Wählen Sie den Zeitpunkt wieder „wie früher“ um den 20. August, auf den Höhenlagen etwas später. Ziel muss sein, einen zügigen Feldaufgang und kräftige Bestände zu erreichen, damit der Raps möglichen Erdflohbefall besser verkraften kann. Auf Rapserdflohproblemstandorten empfehlen wir eine Beizausstattung mit ButeoStart oder Lumiposa um dadurch zumindest eine Wirkung bis zum Keimblattstadium zu erreichen. Die Beizung kann die insektizide Spritzung im Keimblatt-Stadium ersetzen, eine längere Wirkungsdauer ist nicht gegeben. Durch die weiter fortschreitende Resistenzgefahr von Pyrethroiden Wirkstoffen bei Erdfloh muss hier möglichst alle pflanzenbauliche Unterstützung versucht werden. 

Bis zur Saat wird wohl kaum Ausfallgetreide aufgelaufen sein und muss heuer meist über Graminizide kontrolliert werden. Welche Saatstrategie dieses Jahr am erfolgreichsten sein wird bleibt wohl rein zufällig. Eine Saat „in den Staub“ wird wohl bei herkömmlicher Saattechnik oder auch bei Einzelkornsaattechnik wahrscheinlich Durchgängige Feldaufgänge werden erst ab >30 Liter Niederschlag erfolgen, da der Boden erstmal seinen eigenen Totwasserbedarf deckt und geringe Mengen direkt verdunsten. 

Aufgrund der Trockenheit sollte mit Beeinträchtigungen durch spät eingesetzte Sulfonylharnstoffe (Pointer, Artus, Omnera, Husar, usw.) im Getreide bei nun folgendem Raps oder Zwischenfrüchten gerechnet werden. Eine mischende Bodenbearbeitung oder auch ein Umstellen der Fruchtfolge können versucht werden.

In der Beilage erste Ergebnisse der Wintergerste 2026.

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