Winterraps – Nach Mais…

Wichtige Informationen aus dem Hohenlohekreis vom 23.10.2026

 

„Beim Anbau von Raps nach Silomais war der Feldaufgang auf nahezu allen Flächen beeinträchtigt,“ so die Erkenntnis des renommierten Kupferzeller Beratungstrios B. Weiß, M. Wahl und B. Weger vom Landwirtschaftsamt Kupferzell mit Blick in ihr Beratungsgebiet. „Oftmals aufgrund der Trockenheit, da der Mais noch mehr Wasser als die Vorkulturen Gerste und Weizen aus dem Boden gezogen hatte.“ Hinzukommt, dass die Wirkstoffe von den Maisherbiziden Callisto sowie den Sulfonylharnstoffen eine schädigende Wirkung auf Raps haben. Bereits geringe Konzentrationen reichen aus, damit der Raps nachhaltig geschädigt wird bis hin zum Totalausfall. Aufgrund der geringen Niederschläge wurde vermutet, dass noch Wirkstoff im Boden vorhanden sein muss.

 

Warum ist der Raps dennoch so schön? Eigentlich hätte der Raps mit dem Wirkstoff beim Auflaufen in Berührung kommen müssen. Ein möglicher Grund könnte sein, dass beispielsweise ein bonitierter Standort vor 30 Jahren noch Grünland war und dadurch auch heute noch einen sehr hohen Humusgehalt aufweist. Oftmals sind diese Böden auch noch tonhaltig. Ton und Humus binden sehr viel Wirkstoff, weshalb der Raps auflaufen konnte, ohne mit dem Wirkstoff in Berührung zu kommen. 

 

Erdflohbefall im Hohenlohekreis - Begünstigt wird der Befall durch eine langsame Jugendentwicklung und warme Böden an Südhängen. Im Hohenlohekreis ist die Population bisher noch sehr niedrig, vermehrter Rapsanbau und zunehmende Pyrethroid-Resistenzen werden die Population auch bei uns ansteigen lassen. Eine zügige optimale Jugendentwicklung sind in den Resistenzgebieten die einzigen probaten Mittel dem Erdfloh zu begegnen. Der Raps muss dem Schädling aus den Zähnen wachsen.

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