Winterraps – Nachhaltige Strategie ist das was zählt

Wichtige Informationen aus dem Landkreis Karlsruhe vom 02.03.2026

 

„Seit Mittwoch der vergangenen Woche fliegen Stängelschädlinge in die Rapsflächen ein,“ so C. Erbe und B. Lutsch, landesweit bekannte Pflanzenschutz- und Anbauexperten vom Landwirtschaftsamt in Bruchsal zuständig im Landkreis Karlsruhe. „Allerdings zeigen die Gelbschalen, dass die Fangzahlen ganz entscheidend von der Lage des Schlages abhängen, denn wir beobachten, dass der Zuflug pro Gelbschalenfänge je nach Standort bzw. Bodenerwärmung stark unterschiedlich ist.“ In diesem Zusammenhang haben Flächen die Windgeschützt liegen und eine schnellere Bodenerwärmung aufweisen höhere Fangzahlen als z.B. kühle zugige Nordhänge. „Die Kontrolle der eigenen Gelbschalen ist wie jedes Jahr entscheidend, um die passende Insektizidstrategie für seine eigenen Schläge zu ermitteln.“ 

 

Momentan lassen sich 3 verschiedene, strategische Szenarien abbilden: 

Bislang kein Rüsslerzuflug

          Keine Behandlung notwendig

 

Überwiegend wird der gefleckte Kohltriebrüssler gefangen - Schadensschwelle 15 Käfer in 3 Tagen - Gefleckter Kohltriebrüssler oberhalb der Schadensschwelle in Gelbschale

          Behandlung Mitte bis Ende der laufenden Woche mit Pyrethroid Klasse II (z.B. Karate Zeon) durchführen

 

Großer Rapsstängelrüssler (und gefleckter Kohltriebrüssler) oberhalb der Schadensschwelle von 5 Käfern in 3 Tagen

          Behandlung schnellstmöglich durchführen, weil der große Rapsstängelrüssler einen kurzen Reifungsfraß hat

 

Praxistipps: Mittelwahl bei Schadschwellenüberschreitung: Pyrethroide Klasse II (Auswahl siehe Pflanzenproduktionsheft Seite 86). In Schutzgebieten auf Dokumentation nach IPS+ achten. 

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