Winterraps – Nachsaat sinnvoll?

Wichtige Informationen aus dem Hohenlohekreis vom 09.03.2026

 

Das Kupferzeller Beratungstrio B. Weiss, M. Wahl und B. Weger vom Landwirtschaftsamt verweist in seiner aktuellen Mitteilung auf einen teils schlechten Zustand der Flächen und gibt entsprechende Ratschläge. 

Mulchsaat - Eine Situation wie auf dem Foto oben sieht man in diesem Frühjahr häufiger. Gründe waren vor allem: 

  • Zu nasse und flache Saat am 11. Okt. 

  • Herbizideinsatz unmittelbar nach der Saat mit Einwaschung in den Saathorizont 

  • Zu flache Bodenbearbeitung, fehlende Infiltration 

Momentan stellt sich die Frage, ob eine Nachsaat der Lücken sinnvoll ist, oder doch ein ganzflächiger Umbruch nötig ist. Letztlich kann man in diesen Fällen keine pauschale Aussage treffen, sondern meistens muss man sich die Situation vor Ort anschauen und auch die Verwertung (Futter oder Marktfrucht) berücksichtigen und welche Herbizide bereits eingesetzt wurden - Stichwort Kerb flow etc. in Winterraps.

Praxistipp: Laut Wetterbericht müsste in den nächsten Tagen eine Nachsaat z.B. mit Sommergerste möglich werden. Aufgrund der Niederschläge im Winter lassen die Herbstherbizide eine Nachsaat zu. Hafer ist bezüglich vorherigem Herbizideinsatz sensibler und es sollte daher eher Sommergerste bevorzugt werden. 

Achtung: Wenn im Winterraps im Winter bereits Kerb Flo eingesetzt worden ist, ist bei einem Umbruch eine Pflugfurche unbedingt erforderlich. In der Folge ist dann eigentlich nur noch der Anbau von Mais möglich.

 

Gelbschalen - Die Gelbschalenfänge im Hohenlohekreis sind je nach Rapsanbaudichte sehr unterschiedlich. Aufgrund der kühlen Nachttemperaturen geht der Reifungsfraß des gefleckten Kohltreibrüssler moderat voran, sodass in den Höhenlagen am Wochenende ein optimaler Bekämpfungstermin für den Kohltriebrüssler ist. 

 

Tags