Winterraps – Umbruch?
Wichtige Informationen aus dem Main-Tauber-Kreis vom 19.10.2026
Inzwischen sind viel Flächen bestellt. Auch tonige Standorte ließen sich heuer gut bearbeiten und bei gutem Zustand die Saaten ausbringen. „Viele Rapsflächen haben sich mit den Niederschlägen weiter gut entwickelt und befinden sich bis zum 5-Laubblattpaar,“ so der versierte, amtliche Pflanzenbauexperte T. Bender mit Blick ins Taubertal. „Leider gibt es auch einige Flächen die sich aus diversen Gründen nicht entwickeln und entschieden werden muss, ob diese weitergeführt werden.“
Auf den wüchsigen Standorten sind bereits einige mit Wachstumsreglern behandelt. Bis deren Wirkung optisch ersichtlich wird, muss man 10-14 Tage abwarten und beobachten. Haben sie dann immer noch den Eindruck, der Raps könnte vor Winter noch in die Streckungsphase übergehen ist eine Nachlage notwendig.
Praxistipps: Auf wüchsigen Beständen, dann auch mit Carax 0,4 Liter/ha oder Toprex 0,35 Liter/ha. Auch Kombinationen aus Carax 0,3-0,4 Liter/ha mit Folicur/Tilmor 0,6 Liter/ha sind möglich: Aufwandmengen sollten in der Dosierung an die teils unterschiedlich entwickelten Bestände angepasst werden.
Achtung: Auf mit LaDiva behandelten Flächen ist der Einsatz von Carax nicht freigegeben!
Tierische Schaderreger: Nach wie vor sind Erdflöhe auf den Pflanzen zu finden. In zurückliegenden Beständen ist nach wie vor die Fraßtätigkeit auffällig und oft auch trotz mehrmaliger Behandlung keine Besserung festzustellen. Hier gilt es im Spätherbst zu entscheiden, ob eine Exirelanwendung Besserung bringen kann.
Hinweise dazu auch in den angefügten Dateien zur Überprüfung von Rapspflanzen zum Larvenbesatz. Erfahren Sie mehr…