Winterraps – Zügige Etablierung der Pflanzen wichtig
Wichtige Informationen aus dem Kreis Ludwigsburg vom 11.08.2026
„Für die ab Ende August anstehende Rapsaussaat steht 2026 eine zügige Etablierung der Pflanzen aus mehreren Gründen an erster Stelle,“ so das „Beratungsseptett“ A. Brugger, F. Grötzinger, F. Abel, R. Ballreich, A. Lehnhoff, A Läpple, und W. Pfitzenmaier vom Landwirtschaftsamt Ludwigsburg mit Blick in ihr Beratungsgebiet.
Die trockenen Bedingungen der vergangenen Wochen haben selbst das Auflaufen von Ausfallraps auf diesjährigen Flächen gebremst – für die neuen Bestände ist deshalb in Hinblick auf (Grund-) Bodenbearbeitung die Wasserversorgung des Rapses kurz nach der Saat besonders wichtig. Hierzu Klutenbildung reduzieren, walzen, Bodenbearbeitungsüberfahrten gezielt in ihrer Anzahl reduzieren.
Praxistipps: Grundsätzlich muss geprüft werden, ob die Saat auf Flächen mit tief ausgetrockneten Standorten vermeidbar ist. Trotz Trockenheit sollten unmittelbar nach der Saat Schnecken kontrolliert werden und ggf. bekämpft werden.
Beim Thema Erdfloh sollte bereits durch die Aussaat von gebeiztem Saatgut (z.B. Buteo Start oder Lumiposa) ein kleiner zeitlicher Puffer zum Schutz des Rapses im Auflauf geschaffen werden. Sobald erste Keimblätter sichtbar sind, ist das Aufstellen einer Gelbschale unvermeidbar. Für die Auswahl einer geeigneten Bekämpfungsstrategie (Erdfloh) ist es für unseren Bereich aktuell noch zu früh, weshalb die schnelle Etablierung als ackerbauliche Maßnahme im Voraus im Vordergrund steht.
Praxistipp: Eine Insektizidstrategie wird sich in den kommenden Wochen ergeben, sobald das Ausmaß des zu erwartenden Befalls durch Schalenfänge einschätzbar ist.