Winterraps – Zuflug stark rückläufig

Wichtige Informationen aus dem Neckar-Odenwald-Kreis vom 23.03.2026

 

„Der Zuflug der Rüssler-Arten war die letzten Tage stark rückläufig,“ so die renommierte Pflanzenschutz- und Anbauexpertin N. Waldorf vom Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis in Buchen mit Blick in ihr Beratungsgebiet.

 

Die in den Gelbschalen gefangenen Rapsglanzkäfer sind nicht maßgeblich für die Bestimmung der Bekämpfungsrichtwerte. Diese werden durch das Abklopfen des Haupttriebes ermittelt. Die Kontrolle sollte an warmen, sonnigen Tage an 5 Stellen im Raps an 5 Pflanzen erfolgen. Die Schadensschwelle liegt bei 10 Käfern je Haupttrieb, bei sehr schwachen Betrieben bei 5 Käfern. Behandeln Sie nur beim Überschreiten der Schadschwellen, um einer weiteren Resistenzentwicklung vorzubeugen. Bedenken Sie bitte, dass zu frühe Insektizideinsätze oftmals Nachbehandlungen mit sich bringen. 

Praxistipps: Der Rapsglanzkäfer schädigt, in dem er die noch geschlossenen Knospen anbeißt, um an den Pollen zu kommen. Solange die Knospen noch von den Blättern umhüllt sind (dies ist in den kühleren Lagen noch der Fall) kann er nicht schädigen. In den früheren Gebieten legen erste Bestände die Knospen frei. Aber auch hier sehe ich noch keine Notwendigkeit von Behandlungen. Laut Literatur beginnt die Pollenproduktion und damit die Attraktivität für die Glanzkäfer erst, wenn das Knospenbündel am Haupttrieb die oberen Blätter überragt. Zudem wird der Käfer zusätzlich durch die kälteren Temperaturen der nächsten Tage ausgebremst.

Der Einsatz von Fungiziden bzw. die Durchführung wachstumsregulatorische Maßnahmen sind derzeit aufgrund der kühlen Temperaturen nicht sinnvoll.

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