Winterraps – Zweite Zuflugwelle
Wichtige Informationen aus dem Main-Tauber-Kreis vom 23.03.2026
„In den warmen Lagen des Landkreis erfolgte eine zweite Zuflugwelle bei den Rapsschädlingen,“ so der renommierte Pflanzenschutzexperte und versierte Berater T. Bender am Landwirtschaftsamt Bad Mergentheim in einer Kurzmeldung aus seinem Beratungsgebiet. „Hier waren die Schadschwellen erneut überschritten.“Dabei sind neben den Rüsselkäfern auch schon deutlich Rapsglanzkäfer in den Gelbschalen zu finden. Noch sind die Rapsknospen meist geschlossen, darum können die Rapsglanzkäfer momentan noch keine Schäden verursachen.
In den kühleren Lagen ist der Befall deutlich geringer und die Schadenschwellen wurden nicht erneut überschritten. Sind nach einer Leerung der Gelbschalen erneut viele Rüsselkäfer zugeflogen und die Rapsglanzkäfer nur moderat vorhanden empfehlen wir eine wiederholte Spritzung eines Pyrethroid wie Karate Zeon o.ä. Sobald die Knospen der Rapspflanzen sichtbar werden, sind Rapsglanzkäfer ein relevanter Schädling, da sie an den Knospen „nagen“ und dadurch im Endeffekt eine Befruchtung in der Blüte verhindern. Eine Bekämpfung ist maximal bis zum Öffnen der ersten Blüte möglich!
Folgende Produkte können demnächst eingesetzt werden:
MavrikVita 0,2 Liter/ha, Evure 0,2 Liter/ha, Trebon 30 EC 0,2 Liter/ha.
Acetamiprid-haltige Produkte wie Mospilan SG 0,2 Liter/ha und Danijiri 0,2 Liter/ha sollten gezielt gegen Rapsglanzkäfer eingesetzt werden und bei wärmeren Temperaturen angewendet werden.
Mischungen mit Fungiziden (Tilmor/Folicur u. ä.) führen meist zur Änderung der Bienengefährdung auf B2 oder B1. Bitte beachten Sie dies beim Anwendungszeitpunkt.
Praxistipps: Wachstumsregler brauchen nur in gut entwickelten Beständen und bei guter Wasser und Nährstoffversorgung eingesetzt werden. Die N-Düngung im Raps sollten bis Ende März abgeschlossen werden. Denken Sie dabei auch an die Schwefelversorgung und Bor-Blattdünger.