Zuckerrüben – Behandlung morgens oder abends

Wichtige Informationen aus dem Main-Tauber-Kreis vom 12.08.2025

 

Der renommierte Pflanzenschutzexperte T. Bender vom Amt Bad Mergentheim im Taubertal berichtet heute, dass sich die regionalen Zuckerrübenbestände im Taubertal momentan noch sehr vital zeigen. „Hier ist der feuchte Witterungsverlauf die letzten Wochen verantwortlich.“

 

Im Bestand sind Sortenunterschiede im Cercosporabefall aber auch im „Blattgrün“ zu sehen. Seit der durchgehenden Blattnässe nimmt das Infektionsgeschehen durchweg zu. Das Befallsgeschehen ist nach wie vor zwischen Rübendichten und Einzellagen sehr unterschiedlich. In vielen Flächen wurde in den letzten Julitagen Behandlungen durchgeführt. Je nach Befall sollte auf diesen Flächen nun eine Anschlussspritzung erfolgen. Dabei gilt momentan der Bekämpfungsrichtwert 15 befallene Blätter!

 

Praxistipps: Bei zwei Behandlungen sollte, um den Wirkstoffwechsel einzuhalten, zwischen den Produkten Propulse, Panorama, Diadem, bei Anwendung der vollen Aufwandmenge abgewechselt werden. Die Zugabe eines Kupferpräparat wird empfohlen. Diese Anwendungen sollten möglichst bei moderaten Temperaturen morgens oder abends gefahren werden. Ob eine dritte Fungizidbehandlung notwendig wird, sollte anhand des Weiteren Befallsgeschehen aber auch am Rodetermin der Flächen entscheiden werden. Entscheidender für ein gesundes Blattwerk sind die ersten beiden Anwendungen.

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