Zuckerrüben – Blattapparat im Blick behalten

Wichtige Informationen vom Regierungspräsidium Stuttgart vom 12.08.2025
Die Niederschläge Ende Juli und Anfang August haben Wasserversorgung der Rübenbestände deutlich verbessert und ein weiterer Zuwachs ist möglich. Soweit sich kein Absterben des Blattapparates durch SBR/Stolbur abzeichnet, sollten die Rübenblätter auch im August noch vor Cercospora geschützt werden. Die hohen Temperaturen kombiniert mit Feuchtigkeit (Tau genügt) begünstigen weitere Cercospora-Infektionen. Die Fungizide Propulse (Wartezeit 7 Tage) und Panorama (Wartezeit 28 Tage) mit dem Wirkstoff Prothioconazol (und jeweils einem weiteren Wirkstoff) bieten einen circa 3-wöchigen Schutz. Danach sollte je nach Bestand und Infektionslage eine erneute Behandlung erfolgen, um eine Lücke im Fungizidschutz zu vermeiden. Diadem (Wartezeit 28 Tage) mit den Wirkstoffen Mefentrifluconazol und Fluxapyroxad bieten einen circa 2-wöchigen Schutz, ggf. auch etwas länger. Andere Fungizide wie Amistar Gold (Wartezeit 35 Tage), Domark 10 EC (Wartezeit 28 Tage), Ortiva (Wartezeit 35 Tage), Zaftra AZT 250 SC (Wartezeit 35 Tage) und Score (Wartezeit 28 Tage) haben eine gute bis befriedigende Wirkung gegen Ramularia, aber gegen Cercospora wurden schon deutliche Minderwirkungen beobachtet. Deshalb sollten diese Mittel – sofern Cercospora die dominierende Blattkrankheit ist und Minderwirkungen im Anbaugebiet bekannt sind – höchstens als Mischungspartner eingesetzt werden, aber nicht als Solomittel. Die Warndiensthinweise der Landratsämter gegeben aktuelle und ortsangepasste Hinweise und Empfehlungen zu Fungizid-Behandlungen in Zuckerrüben. Die Wartezeit der eingesetzten Mittel ist in jedem Fall zu beachten.