Zuckerrüben - Blattläuse bekämpfen
Wichtige Informationen vom Regierungspräsidium Stuttgart vom 07.05.2026
Teilweise wurden schon Blattläuse an Rüben gefunden. Bei milden Temperaturen ist mit einem zunehmenden Flug von Blattläusen zu rechnen. Im Rübenanbau verursachen vor allem die Schwarze Bohnenlaus und die Grüne Pfirsichblattlaus Schäden. Bei der Schwarzen Bohnenlaus sind es hauptsächlich Saugschäden. Die Schadensschwelle liegt bis Bestandsschluss (BBCH 39) bei 30% befallene Pflanzen und nach Bestandesschluss (BBCH 39) bei 50% befallene Pflanzen.
Die Grüne Pfirsischblattlaus verursacht Schäden vor allem als Überträger von Viruskrankheiten, wobei das Milde Rübenvergilbungsvirus (BMYV) und das Nekrotische Rübenvergilbungsvirus (BYV) das größte Schadpotenzial besitzen. Deshalb ist der Bekämpfungsrichtwert hier geringer und liegt bereits bei 10% befallener Pflanzen bis Bestandsschluss (BBCH 39). Ist der Bekämpfungsrichtwert erreicht, sollte eine Behandlung erfolgen.
Eine Anwendungsmöglichkeit bietet Teppeki (140 g/ha) - das keine Notfallzulassung gegen Zikaden erhalten hat - nach dem täglichen Bienenflug ab ca. 19 Uhr bis 23 Uhr aber gegen Blattläuse angewendet werden darf.
Achtung: Teppeki darf erst ab dem 6-Blattstadium zur Anwendung kommen!
Praxistipp: Der Einsatz von Pyrethroiden - beispielsweise Tarak oder Jaguar (75 ml/ha) - ist ebenfalls möglich. In dieser Aufwandmenge sind sie auch nicht bienengefährlich (B4).