Zuckerrüben – Cercospora…
Wichtige Informationen aus dem Hohenlohekreis vom 25.08.2026
Das Kupferzeller Beratungstrio B. Weiß, M. Wahl und B. Weger vom Landwirtschaftsamt Kupferzell richtet seinen Blick heute auf die regionalen Zuckerrübenbestände in seinem Beratungsgebiet.
Die etwas feuchtere Witterung und die warmen Temperaturen sind für eine Ausbreitung des Cercospora Pilzes grundsätzlich förderlich. Bisher ist die Verbreitung des Pilzes im Bestand aufgrund der trockenen Witterung aber so gering wie noch nie. Des Weiteren liegt der Bekämpfungsrichtwert mittlerweile bei 45% befallener Blätter, das heißt, jedes 2. Blatt müsste Symptome von Pilzinfektionen zeigen. Da sind wir aktuell weit davon entfernt!
Trotzdem darf man bei der derzeitigen warmen Witterung den Pilz nicht gänzlich vernachlässigen. Flächen mit späten Ernteterminen sollten weiterhin beobachtet werden. Vor allem da in diesem Jahr wenig Blattmasse vorhanden ist, sollten die wenigen Blätter möglichst lange gesund erhalten werden.
Praxistipps: In den diesjährigen Getreideversuchen hat man einen positiven Strobi- oder Carboxamid-Effekt feststellen können. Bei einer gestressten Pflanze können die beiden Wirkstoffgruppen einen sogenannten Greening Effekt hervorrufen. Dies würde für den Einsatz von Diadem oder Amistar Gold sprechen. Im Hohenlohischen haben die Strobilurine nur noch eine Teilwirkung gegen Cercospora und der Wirkstoff Difenoconazol ist schwächer einzustufen als ein Prothioconazol. In Ergänzung dazu ist aufgrund kühlerer Temperaturen ein Kupfereinsatz nun wieder möglich und auf jeden Fall sinnvoll. Die Dauerwirkung kommt vor allem von den kupferhaltigen Mitteln.
Mögliche Varianten:
Diadem/Alonty + Funguran Progress (1,0 + 1,25 Liter/ha)
Panorama + Funguran Progress (0,6 + 1,25 Liter/ha )
Amistar Gold + Funguran Progress (1,0 + 1,25 Liter/ha )