Zuckerrüben - Unkraut bekämpfen
Wichtige Informationen vom Regierungspräsidium Stuttgart vom 27.03.2026
In Zuckerüben kann – je nach Boden und Witterungsbedingungen – der Striegel und, insbesondere in Kombination mit einer Bandspritzung, auch die Hacke zum Einsatz kommen. Der Striegel-Einsatz führt je nach Einstellung und Entwicklungsstadium zu Pflanzenverlusten, wobei diese ab dem ersten Laubblattpaar (BBCH 12) geringer werden und beim zweiten Laubblattpaar (BBCH 14) kaum noch ins Gewicht fallen. In Niedersachsen wurden Wirkungsgrade zwischen 20 und 40% je Striegeldurchgang ermittelt, die auf ca. 50% je Durchfahrt gesteigert werden konnten, wenn quer zur Reihe gestriegelt wurde. Durch die Kombination von Hacke und Bandspritzung kann die auszubringende Menge an Pflanzenschutzmitteln deutlich reduziert werden. Zusätzlich wird durch die mechanische Bearbeitung die Sauerstoffversorgung im Boden verbessert und Stickstoff mobilisiert.
Praxistipps: Die 1. NAK-Behandlung sollte erfolgen, sobald die Unkräuter das Keimblattstadium erreicht haben, unabhängig von der Entwicklung der Rüben. Die Zusammensetzung der Tankmischungen aus Bodenherbiziden und blattaktiven Wirkstoffen richtet sich nach den auftretenden Unkräutern (Broschüre „Integrierter Pflanzenschutz 2026 – Ackerbau und Grünland“ in Tab. 46 auf den Seiten 94 und 95). Bei trockenen Bedingungen muss der Aufwand der Mittel mit blattaktiven Wirkstoffen erhöht, der Aufwand der Mittel mit Bodenwirkstoffen kann reduziert werden.