Zuckerrüben – Vorteil: Geringe Anbaudichte auf der Baar

Wichtige Informationen aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis vom 05.08.2025

 

Die Pflanzenschutzberaterin K. Simon vom Landwirtschaftsamt Donaueschingen berichtet im Vorfeld ihrer heutigen, kulturspezifischen Regionalempfehlungen darüber, dass trotz der feuchten und warmen Witterung der Krankheitsbefall in den Zuckerrübenbeständen im Schwarzwald-Baar-Kreis noch sehr gering ist. Aus Sicht der langjährig renommierten Beraterin liegt das vor allem daran, dass die Anbaudichte auf der Baar nicht so hoch ist wie in anderen Landesteilen.

 

Praxistipps: Beobachten Sie weiterhin das Befallsgeschehen im Feld, vor allem bei anfälligen Sorten. Um Resistenzen vorzubeugen sollte der Bekämpfungsrichtwert unbedingt beachtet werden. Um Ihren Befallsgrad zu ermitteln, schauen Sie sich zufällig im Bestand aus dem mittlerem Blattapparat 100 Blätter an:

  • bis Ende Juli 5% befallene Blätter

  • bis Mitte August 15% befallene Blätter 

„Wenn einer dieser Prozentsätze im Bestand erreicht ist, gilt der amtlich festgelegte Schwellenwert als überschritten,“ so der unmissverständliche Rat der agilen Pflanzenschützerin mit Blick auf die Behandlungsnotwendigkeit. Sie weiß: „Dabei wird nicht zwischen den Krankheiten Cercospora, Ramularia, Echter Mehltau und Rost unterschieden.“ Denn es handelt sich um einen summarischen Bekämpfungsrichtwert, unabhängig von der Art der Krankheit.

 

Nachfolgende Pflichtmaßnahmen zum IPSplus sind zwingend zu beachten:

  • Düsen mit Abdriftminderung von 90% und Randdüsen am Feldrand verwenden (A6.1)

  • Spritzfenster im Schlag, außer bei schwer bekämpfbaren Unkräutern anlegen (A8.1)

 

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