Zuckerrüben – Zikaden und Cercospora

Wichtige Informationen aus dem Hohenlohekreis vom 10.07.2026

 

Das Kupferzeller Beratungstrio B. Weiß, M. Wahl und B. Weger vom Landwirtschaftsamt informiert in ihrem heutigen Hinweis für das Beratungsgebiet Hohenlohe darauf hin, dass der Zuflug an Schilfglasfllügelzikaden sich weiter abgeschwächt hat und, dass in den Nachbarkreisen erste Cercosporablattflecken bonitiert wurden.

 

Schilfglasfllügelzikaden - Der Zuflug an Schilfglasfllügelzikaden hat sich weiter abgeschwächt. Der Flughöhepunkt ist definitiv überschritten und die späteren Zuflüge verursachen auch deutlich weniger Schäden. Durch die anhaltende Trockenheit haben die Rüben Stress und sind somit auch empfindlicher bezüglich Bakterieninfektionen. Die nächsten Wochen werden zeigen, inwieweit unsere diesjährige Insektizidstrategie Erfolg gehabt hat. In trockenen warmen Jahren wirken sich die Symptome der Krankheiten SBR und Stolbur stärker aus als in kühleren und feuchteren Jahren mit guten Wachstumsbedingungen. Deshalb: Alle Maßnahmen zur Vitalitätssteigerung der Rüben erhöhen die Widerstandskraft gegen die Bakterien. 

Praxistipps: Die derzeit schon sichtbaren Blattverfärbungen, regelrechte Verbrennungen sind auf Sonnenbrand zurückzuführen. An schlechten Stellen im Feld hat die Rübe nicht mehr genug Wasser, um die Blätter ausreichend zu kühlen. 

 

Cercospora - Im Unterland und Ludwigsburg wurden erste Cercosporablattflecken bonitiert. Bei uns im Kreis sind uns bisher keine Meldungen bekannt und auch die eigenen Bonituren ergaben keinen Befall. Grundsätzlich begünstigen hohe bis sehr hohe Temperaturen die Ausbreitung. Die trockene Witterung hemmt die Entwicklung hingegen deutlich. Aufgrund der aktuellen Witterung und den Vorhersagen für die nächsten Tage ist in der Regel von keinen Infektionen auszugehen. In Regionen mit Niederschlägen über 30 mm in den letzten 14 Tagen sollten die Bestände jedoch intensiver kontrolliert werden. In diesen Regionen gab es in den letzten Nächten auch Taubildung. 

Praxistipps: Der Befall beginnt oftmals am Rand zu einem letztjährigen Rübenschlag und vor allem auch in der Nähe der letztjährigen Rübenmiete. Zurzeit sind in den meisten Rübenschlägen im Hohenlohekreis noch keine Applikations-Maßnahmen erforderlich. Kontrollieren Sie Ihre Schläge gründlich. Die Erfahrungen zeigen, dass eine frühe Behandlung erfolgsversprechender ist. Achtung beim Einsatz von Kupfer-haltigen Mitteln bei Temperaturen über 30 °C. Hier kann es zu deutlichen Blattschäden kommen.

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