Haus- und Garten – Wildes Gestrüpp im Garten?
Wichtige Informationen des LTZ Augustenberg vom 19.01.2026
Schädlinge und Krankheiten – Als erste Maßnahme im Jahr sollten entsprechend befallene oder infizierte Stämme gesäubert werden. Viele tierische Schaderreger überwintern im Boden oder gar am Holz oder direkt unter oder sogar auf der Stammrinde. In diesem Zusammenhang sind beispielsweise Gallmilben für Beeren und Haselnuss eine besondere Gefahr. Hier hilft es nur, die betroffenen Pflanzteile sorgsam abzuschneiden und das befallene Material sorgsam über den Hausmüll zu entsorgen. Zum Einsatz zur Bekämpfung solcher Schädlinge muss nicht immer die Keule ausgepackt werden. Schön eine einfache, harte Wurzelbürste hilft. Bekanntermaßen haben Fruchtmumien ein hohes, primäres Infektionspotential für Pilzkrankheiten. Damit ist das Entfernen in allen Kulturen ein „Muss“ um die Pflanzen schon vom Ausgangsinfektionsmaterial zu befreien.
Pflege – Jetzt ist die Zeit um Wildtriebe an verschiedenen Obstbäumen, Flieder und Hasel usw. eindeutig zu identifizieren. Sie treiben direkt aus den Hauptwurzeln der Pflanzen aus. Am besten man greift jetzt zur Schere und schneidet diese Triebe komplett ab. Im besten Fall wird der Spaten bei der Bodenlockerung eingesetzt um unter der Erde die sog. „schlafenden Augen“ der wilden Triebe gleich mit zu entfernen um deren erneuten Austrieb zu verhindern.
Rückschnitt - Der Schnitt ist bei Obstbäumen wichtigste Grundlage für Widerstandskraft und Vitalität und in der Folge auch Basis einer üppige Ernte. Um Bäume und Sträucher mit diesen Grundvoraussetzungen mit in eine ertragreiche Saison zu schicken ist es wichtig, dass die Krone so geschnitten wird, dass sie im weiteren Saisonverlauf gut durchlüftet und vor allem lichtdurchlässig bleibt. Damit nicht schon beim Schnitt erste selbst zugefügte Schäden erzeugt werden sollten wir unbedingt beachten, dass Schneidarbeiten ausschließlich bei frostfreiem Wetter durchgeführt werden. Viel Fingerspitzengefühl und Erfahren braucht der Rückschnitt von Ziergehölzen im Winter. Die Maßnahme ist elementar wichtig. Jedoch muss dabei darauf geachtet werden, dass die (Zier)Gehölze dabei nur leicht ausgelichtet werden. Das Ziel ist viele Kurztriebe – bei etwa einem Drittel alter Ruten - an denen später die wunderschönen Knospen der Blüte das Farbenmehr intensiv zur Geltung kommen lassen. Ein zu intensiver Rückschnitt bringt die Pflanzen u.U. komplett um die Blüte. Regulierend eingreifen kann man dann mit einem regelmäßigen Sommerschnitt.
Praxistipps – Der Schutz vor Wildverbiss, der im Hausgarten sich mittlerweile etablierte Weißanstrich von Stämmen sowie jegliche Formen der Abdeckungen sollten regelmäßig kontrolliert werden. Nach den meist üppigen Schneefällen sollten vor allem immergrüne Pflanzen - wie Kirschlorbeer, Nadelgehölze oder Buchs uvm. - zumindest einigermaßen vom Schnee befreit werden. Wenn es jetzt nochmal richtig kalt wird können die abgeschnittenen Tannenzweige ausgedienter Weihnachtsbäume zum effektiven Schutz Rosen, Lavendel und anderen frostempfindlichen Pflanzen vor Kälte und Wind schützen. immergrüne Pflanzen verdunsten im Winter weiterhin Wasser über Laub und Nadeln. Die Wurzeln von Kübelpflanzen müssen unbedingt vor dem Durchfrieren geschützt werden. Folien oder Säcke helfen da immer. Das regelmäßige Wasserzufuhr ist auch für Kübelpflanzen elementar wichtig. Dabei sollte man darauf achten nicht unbedingt an Frosttagen oder in vor Frostnächten zu gießen.