Haus- und Kleingarten – Wasser knapp: Was können wir tun?

Wichtige Informationen des LTZ Augustenberg vom 04.08.2025

 

Fachleute sind der Meinung: „Alle 2 bis 3 Tage genügend gießen bringt den Pflanzen mehr, als täglich nur ein bisschen.“ 

 

Bis vor wenigen Tagen war die lange Trockenheit in vielen Haus- und Kleingärten eine große Herausforderung für Pflanzen und Mensch. Das Tief momentan sorgt jetzt für etwas Entspannung. Doch die nächste heiße Phase steht schon vor dem Garten. Dann wird es wichtig, dass bei anhaltender Trockenheit auch Bäume und andere Großgehölze mit ausreichend Wasser versorgt werden. Viele Pflanzen zeigen uns ihren Wasserbedarf ganz deutlich. So zum Beispiel rollen sich Rhododendronblätter merklich zusammen, wenn der Pflanze Wasser fehlt. Das ist ein Eigenmechanismus um die weitere Verdunstung über die Blattmasse zu verhindern damit die Pflanze wenigstens über ein paar Hitzetage hinweg eine gewisse Wasserversorgung hat. Für uns heißt das, dass wir mit dem sichtbaren Einrollen einzelner Blätter unbedingt zum Wasserschlauch greifen sollten.

Auch Rasenflächen müssen in der Trockenzeit ausreichend Wasser erhalten. Dabei sollten 10 Liter auf den Quadratmeter genügen. In Zeiten der Wasserknappheit sollte die Menge selbstverständlich nicht übertrieben hoch sein. Eine gewisse Grundversorgung sollte aber gegeben sein. Denn weiter muss der erfolgreiche Haus- und Kleingärtner wissen, dass auch braune Rasenflächen bei nachfolgend feuchter Witterung gerne wieder austreiben und, dass eventuell durch die Hitze entstandenen Kahlstellen nach der Hitzeperiode wieder nachgesät werden können.

In wasserarmen Zeiten ist es auch von enormer Bedeutung, dass auf das Mähen nach Möglichkeit gänzlich verzichtet werden sollte, denn auch dadurch kann eine unnötig schnelle Verdunstung verhindert oder zumindest hinausgezögert werden. Wenn sich der Rasen dann langsam wieder vom Hitzestress erholt sollte er beim ersten Schnitt nach dem Wiederergrünen nicht tiefer als 10-12 cm gemäht werden. 

Praxistipps zur nachhaltigen Regulierung des Wasserhaushaltes – Wichtig ist es, die Bodenfeuchte möglichst lange im Boden zu halten. So zum Beispiel führt schon eine dünne Mulchschicht in Gartenbeeten oder um Baumscheiben von Jungbäumen herum zu einer deutlich reduzierten Verdunstung. Die Pflanzen werden dadurch fast über die Hitzeperiode hinweg mit ausreichend Wasser versorgt und behalten so ihre Früchte. Denn die werden von den Pflanzen bei Wasserknappheit als erstes geopfert. Auch die alten Handwerkzeuge sind ein probates Mittel die helfen, die Feuchtigkeit im Boden zu halten in dem sie beim Hacken dem unerwünschten, mit den Kulturpflanzen um das Wasser konkurrierenden, Unkrautdurchwuchs sprichwörtlich das Wasser entziehen.