Obstbau – Mäusebekämpfung bei allen Obstarten

Wichtige Informationen aus dem Landkreis Karlsruhe vom 06.11.2026

 

„Nach der Ernte sollte das Fallobst entfernt oder zerkleinert werden, die Fahrgassen gemulcht und die Baumstreifen möglichst unkrautfrei gehalten werden," so die versierte Obstbaufachberaterin E. Schell vom Landwirtschaftsamt Bruchsal mit der Ergänzung: „Gegen die Wühl- oder Schermaus hat sich der regelmäßige Fallenfang bewährt.“

 

Die Bruchsaler Expertin weißt heute daraufhin, dass im Profianbau auch die verdeckte Ausbringung von Schermaus-Ködern auf Zinkphosphidbasis sinnvoll ist. Dazu können Produkte wie beispielsweise der Ratron SchermausStick, Wühlmausköder-Wülfel, Detia Wühlmausköder Neu eingesetzt werden. 

Gegen Feldmäuse empfehlen die Bruchsaler Fachleute bei trockener Witterung die verdeckte Ausbringung mit der Legeflinte von Zinkphospid-haltigem Giftgetreide oder -linsen, wie z.B. Ratron Giftweizen bzw. – linsen, Giftweizen Arvalin, Giftweizen ArvaStop.

 

Doch Achtung: Für Köder/Fraßgifte auf Zinkphosphidbasis gilt die Auflage NS648. Das heißt, dass die Anwendung nur erfolgen darf, wenn die Notwendigkeit einer Bekämpfungsmaßnahme durch Probefänge oder ein anderes geeignetes Prognoseverfahren belegt ist. Ein gängiges Prognoseverfahren ist die sog. „Lochtretmethode“ – dabei werden auf einer abgesteckten Kontrollfläche in der Größe von 250 qm (16m x 16m) alle Mäuselöcher zugetreten und die jeweiligen Stellen entsprechend markiert. Gleich am nächsten Tag werden dann die wiedergeöffneten Löcher gezählt.

Der Bekämpfungsrichtwert auf Basis dieses „Prognoseverfahrens“ liegt für Feldmäuse bei 5 bis 10 geöffneten Löchern je Kontrollfläche (250 m²).

Tags

Obstbau

Regionale Pflanzenschutz-hinweise