Gerätetechnik – Spritzenreinigung nicht vergessen

Wichtige Informationen vom Regierungspräsidium Stuttgart vom 30.04.2026

 

Nach den jetzt häufig wechselnden Einsätzen der Feldspritzen, sowohl zwischen Kulturen (Getreide, Raps, Zuckerrüben, Mais), als auch zwischen Herbiziden, Fungiziden und Insektiziden, sollte unmittelbar nach der Anwendung eine Innenreinigung vorgenommen werden. Damit kann ein Antrocknen der Spritzflüssigkeit und Ablagerungen weitgehend verhindert werden.

Vor der Behandlung von empfindlichen Kulturen sollten auch die Filter gereinigt werden. Insbesondere vor der Behandlung von Raps, Zuckerrüben, Leguminosen und Mais sollte eine intensivere Innenreinigung durchgeführt werden, wenn vorher Sulfonylharnstoffe, Wuchsstoffe und wuchsstoffhaltige Mittel gespritzt wurden.

Praxistipps: Vorzugsweise sollte dann ein Reinigungsmittel, wie zum Beispiel Agroclean oder Agro-Quick verwendet werden. Einwirkzeiten und Gebrauchsanleitung beachten! Vor der Behandlung von Mais sollte man überprüfen, ob Gräserherbizide aus Anwendungen im Getreide, Raps, Rüben und Leguminosen in der Spritze waren und ggf. ebenfalls gründlich reinigen. Die anfallende Reinigungsfüssigkeit kann 1:10 verdünnt auf der behandelten Fläche ausgebracht werden. Die Geräteaußenreinigung ist idealerweise auf einer unbehandelten Anwendungsfläche vorzunehmen, auf keinen Fall auf befestigten Flächen mit einem Anschluss an die Kanalisation oder an ein Gewässer! So entstehende Punkteinträge sind immer noch eine vermeidbare Ursache für das Vorkommen von Pflanzenschutzmittel in Gewässern. 

Beim Reinigen der Pflanzenschutzschutzspritze immer auch an den Anwenderschutz denken. Geeignete Handschuhe, eine Gummischürze oder Pflanzenschutzanzug und eine FFP2-Maske bieten vielleicht keinen 100-prozentigen Schutz, helfen aber Spritzer, Sprühnebel und Dämpfe vom Körper fernzuhalten.

Die Pflanzenschutzspritze nach Möglichkeit immer unter einem Dach abstellen. Vorteil ist, dass mögliche Rest von Pflanzenschutzmittel nicht mit dem Regen abgewaschen werden. Zusätzlich sind Zuleitungen und Kabel vor UV-Licht geschützt, was sich positiv auf die Lebensdauer auswirkt.

 

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Bernhard Bundschuh

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