Pflanzenschutzmittel – Notfallzulassung für Orondis Vip

Wichtige Informationen des LTZ Augustenberg vom 24.08.2026

 

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), teilt heute mit, dass das Produkt Orondis Vip mit den Wirkstoffen Metalaxyl-M und Oxathiapiprolin eine Notfallzulassung (gemäß Art. 53 der Verordnung (EG) Nr. 1107/200) erhalten hat. 

 

Die Zulassung wird für die Zeit vom 20. August 2026 bis zum 17. Dezember 2026 für 120 Tage erteilt. Die bundesweit zugelassene Menge wird auf 5.770 Liter begrenzt und ist damit ausreichend für eine Behandlungsfläche von 5.770 ha.

 

Orondis Vip kann wie folgt eingesetzt werden:

Produkt

Orondis Vip

Kultur(en) - Indikation

Salate (LACSS) - Falscher Mehltau (Bremia lactucae)

Stielmangold (BEAVF) - Falsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)

Rucola-Arten (NNNRA) - Falsche Mehltaupilze (Peronospora parasitica)

Kohlrabi (BRSOG) - Falsche Mehltaupilze (Peronospora parasitica)

Einsatz, Aufwand und Wartezeit

Salate (LACSS) ohne Eissalat (LACSA) - Das Mittel darf im Freilandanbau der genannten Kultur und gegen den genannten Schaderreger bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis im Kulturentwicklungsbereich ab BBCH 12 bis BBCH 48 gespritzt werden.

Die max. Anzahl der Behandlungen wurde in dieser Anwendung auf 2 Anwendungen und für die Kultur bzw. je Jahr auf 2 Behandlungen begrenzt. Zwischen den Behandlungen muss ein Behandlungsabstand von 7 bis 14 Tagen eingehalten werden.

Die Aufwandmenge beträgt 0,5 Liter/ha in 200 bis 800 Liter/ha Wasser. Als maximaler Mittelaufwand wurden 1,0 Liter/ha festgelegt.

Die Wartezeit in Salat (ausgenommen Eissalat) beträgt 10 Tage.

Einsatz, Aufwand und Wartezeit

Stielmangold (BEAVF) - Das Mittel darf im Freilandanbau der genannten Kultur und gegen den genannten Schaderreger bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis im Kulturentwicklungsbereich ab BBCH 12 bis BBCH 48 gespritzt werden.

Die max. Anzahl der Behandlungen wurde in dieser Anwendung auf 2 Anwendungen und für die Kultur bzw. je Jahr auf 2 Behandlungen begrenzt. Zwischen den Behandlungen muss ein Behandlungsabstand von 7 bis 14 Tagen eingehalten werden.

Die Aufwandmenge beträgt 0,5 Liter/ha in 200 bis 800 Liter/ha Wasser. Als maximaler Mittelaufwand wurden 1,0 Liter/ha festgelegt.

Die Wartezeit in Stielmangold beträgt 10 Tage.

Einsatz, Aufwand und Wartezeit

Rucola-Arten (NNNRA) - Das Mittel darf im Freilandanbau der genannten Kultur und gegen den genannten Schaderreger bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis im Kulturentwicklungsbereich ab BBCH 12 bis BBCH 49 gespritzt werden.

Die max. Anzahl der Behandlungen wurde in dieser Anwendung auf 2 Anwendungen und für die Kultur bzw. je Jahr auf 2 Behandlungen begrenzt. Zwischen den Behandlungen muss ein Behandlungsabstand von 7 Tagen eingehalten werden.

Die Aufwandmenge beträgt 0,5 Liter/ha in 200 bis 800 Liter/ha Wasser. Als maximaler Mittelaufwand wurden 1,0 Liter/ha festgelegt.

Die Wartezeit in Rucola-Arten beträgt 10 Tage.

Einsatz, Aufwand und Wartezeit

Kohlrabi (BRSOG) - Das Mittel darf im Freilandanbau der genannten Kultur und gegen den genannten Schaderreger bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis im Kulturentwicklungsbereich ab BBCH 13 bis BBCH 39 gespritzt werden.

Die max. Anzahl der Behandlungen wurde in dieser Anwendung auf 2 Anwendungen und für die Kultur bzw. je Jahr auf 2 Behandlungen begrenzt. Zwischen den Behandlungen muss ein Behandlungsabstand von 7 bis 14 Tage eingehalten werden.

Die Aufwandmenge beträgt 0,5 Liter/ha in 200 bis 800 Liter/ha Wasser. Als maximaler Mittelaufwand wurden 1,0 Liter/ha festgelegt.

Die Wartezeit in Kohlrabi beträgt 21 Tage.

Hinweis: Für den Einsatz des genannten Präparates gilt, dass gemäß §29 Abs. 1 Satz 2 PflSchG sämtliche weiteren Auflagen bei der Anwendung ebenso zu beachten sind wie die Angaben zur Einstufung und Kennzeichnung gemäß Verordnung, die Sicherheitshinweise und die sonstigen Hinweise.

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Bernhard Bundschuh

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