Pflanzenschutzmittel – Notfallzulassung für Previcur Energy

Wichtige Informationen des LTZ Augustenberg vom 08.09.2026

 

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), teilt heute mit, dass das Produkt Previcur Energy mit den Wirkstoffen Propamocarb und Fosetyl eine Notfallzulassung (gemäß Art. 53 der Verordnung (EG) Nr. 1107/200) erhalten hat. 

 

Die Zulassung wird für die Zeit vom 16. September 2026 bis zum 13. Januar 2027 für 120 Tage erteilt. Die im Rahmen der Notfallzulassung bundesweit zugelassene Menge wird auf 1.550 Liter begrenzt und ist damit ausreichend zur Behandlung von 620 ha.

 

Previcur Energy kann wie folgt eingesetzt werden:

Produkt

Previcur Energy

Kultur(en) - Indikation

Rucola-Arten (NNNRA), Feldsalat (VLLLO), Endivien (CICEN) - Falsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)

 

Hülsengemüse (NNNLG), Blatt- und Stielgemüse (NNNVL), Wurzel- und Knollengemüse

(NNNVW) mit festgelegtem Verwendungszweck: Nutzung als Baby-Leaf-Salat (NPABS) - Falsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)

Einsatz, Aufwand und Wartezeit

Das Mittel darf gegen den genannten Schaderreger im Freilandanbau von Rucola-Arten (NNNRA), Feldsalat (VLLLO), Endivien (CICEN) gespritzt werden bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome im Kulturentwicklungsbereich BBCH 13 bis BBCH 39.

 

Die max. Anzahl der Behandlungen wurde in dieser Anwendung auf 1 Anwendung und für die Kultur bzw. je Jahr auf 1 Behandlung begrenzt.

 

Die Aufwandmenge beträgt 2,5 Liter/ha in 400 bis 1000 Liter/ha Wasser. Als maximaler Mittelaufwand wurden 2,5 Liter/ha festgesetzt.

 

Die Wartezeit in Radieschen, Rettich beträgt 21 Tage.

Einsatz, Aufwand und Wartezeit

Das Mittel darf gegen den genannten Schaderreger im Freilandanbau von Hülsengemüse (NNNLG), Blatt- und Stielgemüse (NNNVL), Wurzel- und Knollengemüse (NNNVW) mit festgelegtem Verwendungszweck „Nutzung als Baby-Leaf-Salat (NPABS)“ gespritzt werden bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis im Kulturentwicklungsbereich BBCH 12 bis BBCH 18.

 

Die max. Anzahl der Behandlungen wurde in dieser Anwendung auf 1 Anwendung und für die Kultur bzw. je Jahr auf 1 Behandlung begrenzt.

 

Die Aufwandmenge beträgt 2,5 Liter/ha in 400 bis 1000 Liter/ha Wasser. Als maximaler Mittelaufwand wurden 2,5 Liter/ha festgesetzt.

 

Die Wartezeit in Kohlrabi beträgt 21 Tage.

Hinweis: Für den Einsatz des genannten Präparates gilt, dass gemäß §29 Abs. 1 Satz 2 PflSchG sämtliche weiteren Auflagen bei der Anwendung ebenso zu beachten sind wie die Angaben zur Einstufung und Kennzeichnung gemäß Verordnung, die Sicherheitshinweise und die sonstigen Hinweise.

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Bernhard Bundschuh

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