Nisthilfen für solitär lebende Wildbienen und Wespen vorbereiten (06.03.2026)
Um einen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt im Garten zu leisten, bietet sich neben der Kultur von heimischen Blütenpflanzen als Pollen- und Nektarspender für zahlreiche Insekten auch die Förderung durch Bereitstellung zusätzlicher Nisthilfen an. Damit sollen vor allem für Wildbienen und solitär lebende Wespen (werden dem Menschen nicht gefährlich!) bessere Ansiedlungsmöglichkeiten und Plätze für die Brut angeboten werden.
Diese Tiere legen ihre Brutkammern in Röhren an, wobei sie häufig hohle Stängel oder ähnliche Verstecke nutzen. In diesen werden durch Lehmwände getrennt nacheinander mehrere Kammern gebaut. Nach dem Eintrag von Futterquellen, bei den Bienen in der Regel Pollen, bei den Wespen häufig Blattläuse oder kleine Raupen, erfolgt die Belegung mit Eiern, dann werden die Kammern verschlossen und weitere angelegt. Die schlüpfenden Larven leben von dem Nahrungsvorrat und entwickeln sich dort bis zum erwachsenen Insekt.
Hohle Stängel von ca. 20 cm Länge und unterschiedlichen Durchmessern (3-10 mm) können zu Bündeln zusammengebunden werden. Diese Bündel können im Spätwinter/ Frühjahr einzeln in Bäumen oder an geschützten Stellen an Gebäuden aufgehängt werden.
Hat man viel Material zur Verfügung, können ganze Insektenhotels gebaut werden. Dabei können auch Hartholzblöcke, Ziegelsteine u.a. geeignetes Material mit entsprechenden Bohrlöchern versehen werden.
Die Aufstellung der Nisthilfen sollte immer möglichst regengeschützt und an einem gut besonnten Standort mit Ausrichtung nach Süden erfolgen.