Rosenrost (18.09.2026)
An anfälligen Rosensorten treten seit August dunkle Teleutosporenlager des Rosenrostes (Phragmidium mucronatum) auf. Diese Sporen überwintern und bilden ab dem nächsten Frühjahr Basidiosporen, die mit dem Wind verbreitet werden und zur nächsten Infektion neuer Bestände führen können.
Der Rosenrost ist nicht wirtswechselnd und bildet im Mai / Juni seine fünf verschiedenen Sporenformen an derselben Pflanze. Bei Temperaturen um 20 °C und Blattnässe von 2-4 Stunden findet er günstige Infektionsbedingungen. Von den orange-gelben Sommersporen (Uredosporen) wird die Infektion über die Sommermonate weiter in den Bestand getragen.
Befallene Bereiche sollten gründlich ausgeschnitten und weiterer Zuwachs ab Mai nächsten Jahres mit Fungiziden gegen Rostpilze behandelt werden. Falllaubbeseitigung über den Winter verringert das Infektionspotential. Weiterhin sollte bei der Sortenwahl auf resistente Züchtungen (ADR-Rosen) geachtet werden.