Zierpflanzenbau

Biologische Bekämpfung von Thripsen im Gewächshaus

Der Kalifornische Blütenthrips Frankiniella occidentalis mit einem sehr großen Wirtspflanzenkreis kann starke Schäden an den Pflanzenbeständen hervorrufen. Er befällt nicht nur die Blüten der Wirtspflanzen, sondern ist auch an Blättern und Triebspitzen zu finden.

Durch die Saugtätigkeit an den Blüten entstehen zuerst weiße, später längliche braune Flecken, zudem sind Verunreinigungen durch Kotspuren und Blütenpollen zu finden. Die Blätter weisen an den Blattunterseiten zum Teil Verkorkungen auf, welche ebenfalls durch die Saugschäden von Adulten und Larven entstehen. Zudem sind Deformationen der jungen Blätter möglich. Neben den Schädigungen durch die Saugaktivitäten ist die Gefahr der Übertragung von Viren weitaus größer, da ein Teil der pflanzenschädigenden Viren latent in den Thripsen verankert sein kann. Die Viren können so an jede weitere Thripsgeneration weitergegeben werden und damit den gesamten Pflanzenbestand infizieren. 

Durch ihre teilweise versteckte Lebensweise in Blüten und Knospen sind die Schädlinge nicht immer gut zu finden und zu bekämpfen. Es bietet sich an eine Nützlingspopulation zu etablieren. Die Nützlinge sind sehr mobil und können in die Verstecke der Thripse vordringen und sie jagen. Es gibt verschiedene Nützlinge wie Raubmilben, Florfliegenlarven, Raubthripse, Schlupfwespen, Raubwanzen und Nematoden, welche zur Bekämpfung eingesetzt werden können. Bei Nützlingen und deren Larven, welche nicht fliegen können, sind Kletterhilfen zur Verbreitung im Bestand sehr nützlich. 

Sollten die Bestände chemisch behandelt werden, ist es bei Nützlingseinsatz besonders wichtig auf die Kompatibilität zu achten, um die Nützlinge zu schonen. Beim Ersteinsatz von Nützlingen ist es vorteilhaft sich an einen externen Berater von Nützlingsfirmen zu wenden, um eine gute Strategie zu entwickeln.

Weitere Informationen können der Broschüre „Pflanzenschutz in Zierpflanzen 2026“ auf den Seiten 128-130 entnommen werden