Buchsbaumzünsler
Seit Anfang August sind die Falter der 2. Generation in den Pheromonfallen zu finden. Die nachtaktiven Falter kommen in 2 Varianten, Falter mit weißen Flügeln und bräunlichem Rand oder ganz hellbraune Falter mit weißen Punkten auf den Flügeln, vor. Tagsüber sitzen sie oft auf der Blattunterseite anderer, benachbarter Pflanzen. Es sind bis zu 3 Generationen möglich.
Die blassgelben, linsenförmigen Eier werden als Eispiegel auf der Blattunterseite im Inneren des Busches abgelegt. Nach wenigen Tagen schlüpfen die Larven und beginnen mit ihrem Schabefraß. Sie sind durch ihre Färbung gut getarnt und oft schwer zu finden.
Für eine chemische Bekämpfung der kleinen Larven stehen Präparate mit verschiedenen Wirkstoffen zur Verfügung.
Der Wirkstoff Bacillus thuringiensis muss durch die Larven aufgenommen werden. Nach wenigen Stunden setzt ein Fraßstopp ein und die Larven versterben über einen längeren Zeitraum. Für eine optimale Wirkung sollten die Larven noch klein sein und aktiv fressen (Temperaturen über 15 °C).
Präparate mit dem Wirkstoff Azadirachtin (aus den Blättern des Neembaumes gewonnen) wirken ebenfalls über die Fraßtätigkeit. Beide Wirkstoffe sind nicht bienengefährlich und nützlingsschonend.
Der Wirkstoff Deltamethrin wirkt als Kontaktgift, die Larven werden innerhalb kurzer Zeit bewegungsunfähig. Im Gegensatz zu den anderen Wirkstoffen ist dieser bienengefährlich und kann auch Nutzinsekten schädigen.
Auch Präparate mit dem Wikstoff Pyrethrine + Rapsöl können eingesetzt werden. Sie wirken über Kontakt auf Nerven und Atmung von beißenden und saugenden Insekten. Der Wirkstoff ist bienenungefährlich, kann aber Nutzinsekten schädigen.