Ackerbau – Unkrautbekämpfung auf der Stoppel
Wichtige Informationen aus dem Neckar-Odenwald-Kreis vom 27.07.2026
„Wurzelunkräuter wie Ackerwinde und Distel lassen sich gut auf der Stoppel bekämpfen,“ so die versierte Pflanzenschutz- und Anbauexpertin N. Waldorf vom Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis in Buchen mit Blick in ihr Beratungsgebiet und der Ergänzung: „Durch eine mehrfache mechanische Bearbeitung werden die Rhizome freigelegt und können unter trockenen Bedingungen reduziert werden.“ Die agile Beraterin weiß aber auch: „Derzeit sind allerdings tiefere Bearbeitungen aufgrund des Wasserentzuges eher kritisch.“
Alternativ ist die chemische Bekämpfung möglich. Wichtig bei allen Wurzelunkräutern ist die möglichst lange Einwirkdauer d.h. die nachfolgende Bodenbearbeitung sollte frühestens 3, besser 4-5 Wochen nach der Behandlung erfolgen. Dies gilt besonders bei der Ackerwinde. Es müssen aber auch die Anwendungsbedingungen „passen“, insbesondere eine möglichst hohe Luftfeuchte. Zudem muss ausreichend Blattmasse getroffen werden.
Zugelassen auf der Stoppel sind verschiedene Glyphosat-Produkte, Kyleo und Starane XL. Breit wirksam und insbesondere gegen die Ackerwinde ist Kyleo, als Mischprodukt aus Glyphosat und Wuchsstoff zu empfehlen. Beachten Sie das Glyphosat-Verbot in allen Wasserschutzgebieten, Kyleo hat zudem eine Drainage-Auflage und es sollte ein Anbauabstand zu empfindlichen Früchten wie Raps von 28 Tagen eingehalten werden. Alternativ kann gegen die Winde in Wasserschutzgebieten Starane XL in voller Aufwandmenge eingesetzt werden.
Zuckerrüben - Das Infektionsgeschehen ist durch die fehlenden Niederschläge auf sehr geringem Niveau. Dies kann sich aber schnell ändern, falls es doch mal regnen sollte. Kontrollieren Sie daher ihre Bestände regelmäßig. Zikadenfänge sind stark rückläufig - Maßnahmen sind keine mehr erforderlich!
Pflegeverbotszeitraum Stilllegungen - Der Pflegeverbotszeitraum für Brachen, Gewässerrandstreifen u.a. gilt bis 15.August. Es darf daher erst ab 16. August gemulcht werden.